The Vines - Winning Days - Cover
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The Vines Winning Days


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Knapp 2½ Jahre ist es nun schon her, dass mit dem Debütalbum von den Strokes die neue Ära des Rock ’N’ Roll eingeläutet wurde. Bands wie The White Stripes oder The Hives, die es zwar schon vorher gab, profitierten von diesem Hype und waren auf einmal weltbekannt. Aber auch neue Bands wie The Libertines, der Black Rebell Motorcycle Club oder eben The Vines sahen die Chance ihres Lebens gekommen und hauten ihre Debütalben in fast schon wöchentlichen Abständen auf den Markt.

Nun, wie gesagt, knapp 2½ Jahre später, trennt sich so langsam die Spreu vom Weizen. Zwar konnten sowohl The Strokes als auch der Black Rebell Motorcycle Club recht ansehnliche Nachfolgealben präsentieren, viele dieser gehypten Bands, die durch ihr Debütalbum aber schon für unsterblich gehalten wurden, sind mittlerweile wieder im Nirgendwo verschwunden. Für The Vines steht nun die Probe aufs Exempel an, denn seit dem 22.03.04 gibt es auch ihr Nachfolgealbum „Winning Days“, zum 2002 erschienen Debütalbum „Highly Evolved“ in den Läden zu kaufen.

Die aus Sydney, Australien, kommenden Garagen-Rocker präsentieren keine 180°-Drehung auf ihrem neuen Album, sondern knüpfen eher dort an, wo sie bei „Highly Evolved“ aufgehört haben, beim glanzvollem Rock dieser neuen Ära. Aber auch ruhigere, gemütvollere Stücke findet man auf dem Album wieder und lassen ein wenig an die großen Beatles in ihrere vollen Bandbreite erinnern, mal sanft und einfühlsam ("She's Got Something To Say“), mal übertrieben fürsorglich („Rainfall“) und mal träumerisch („Sun Child" oder "Winning Days“). Und wenn wir schon mal bei den Beatles sind, sollte man vollständigkeitshalber erwähnen, dass auch die leicht psychedelischen Atemzüge nicht zu kurz kommen und auf dem Album wiedergespiegelt werden („Autumn Shade II„).

Im Großen und Ganzen wirkt „Winning Days„ verträumter und leicht melancholischer. Zwar waren auch auf dem Debütalbum ruhige Stücke vorhanden, jedoch nicht in diesem Maße. Lediglich drei schrammelige, straighte Rocksongs („Ride“, „Animal Machine“ & „F.T.W. – Fuck The World“) findet man auf dem aktuellen Album wieder. Kurz gesagt, die Jungs von The Vines haben ein beachtliches Zweitwerk zustande gebracht, welches zwar nicht groß zu überraschen vermag, jedoch den Bedarf an gefühlvoller, solider Rockmusik vollends stillt.

Anspieltipps:

  • Ride
  • Winning Days
  • She´s Got Something To Say
  • F.T.W. – Fuck The World
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