Dashboard Confessional - A Mark, A Mission, A Brand, A Scar - Cover
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Dashboard Confessional A Mark, A Mission, A Brand, A Scar


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 51 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Muss ein talentierter Musiker um in der heutigen Zeit internationalen Erfolg zu haben, zwangsweise eine Band um sich scharen? Für Chris Carrabba aka "Dashboard Confessional" lässt sich diese Frage wohl mit "Ja" beantworten. Das neue Album "A Mark, A Mission, A Brand, A Scar" wurde zusammen mit drei weiteren Musikern aufgenommen und ist nur noch bedingt mit den zwei ersten Soloalben des smarten Sänger und Songwriter vergleichbar.

Für den deutschen Markt eine gelungene Umstellung - der rockige Opener "Hands Down" wurde in das Programm der großen Radio- und Fernsehstationen aufgenommen und wird von der Pro7-Serie "18 - Alleine unter Mädchen" als Titelsong verwendet. Auch sonst bietet das Album feinen Emocore. "Rapid Hope Loss" und "Hey Girl" verzaubern mit eingängigen Melodien und rockigen Gitarren-Passagen. Mit Balladen wie "Ghost Of A Good Thing" und "As Lovers Go" kann Chris Carrabba mit seiner äußerst charismatischen Stimme glänzen. Gleiches gilt für die traumhaften "Am I Missing" und "Carve Your Heart Out Yourself" bei dem John Lefler und Mike Marsh die Back-Up Vocals übernehmen. Akustisch orientierte Songs wie "Carry This Picture" und das locker-flockige "So Beautiful" lockern "A Mark, A Mission, A Brand, A Scar" spürbar auf.

Thematisch werden auf dem Longplayer keine Experimente vollführt. Die Texte drehen sich noch immer um Liebe, Leidenschaft, Sehnsüchte und Herzschmerz. Eine Mischung, die nicht nur hervorragend zum Genre Emocore und Carrabbas zerbrechlicher Stimme passt, sondern sich auch wunderbar an die jugendliche Zielgruppe verkaufen lässt und Chris Carraba in den
USA und Kanada seit der Gründung on "Dashboard Confessional" und der Trennung von seiner früheren Band "Further Seems Forever" Erfolge und Auszeichnungen einbrachte.

Das gute Aussehen des Sängers wirkte auch nicht gerade hinderlich und bescherte Carrabba viele weibliche Fans, die erfolgreich die ersten Reihen bei Konzerten für sich behaupten können. Das ausgerechnet Carrabbas Ex-Freundin seit nun mehr als vier Jahren an den sensiblen Herzschmerz-Texten Schuld seien soll, ist in dieser Hinsicht schon als Ironie zu bezeichnen. Lässt sich aber dieser "Incubus"-Effekt des gutaussehenden Sängers auch auf den deutschen Markt übertragen? Wünschenswert wäre es, da sich "Dashboard Confessional" - als Band betrachtet - mit diesem Album sicherlich in die erste Liga des Emocores neben "Jimmy Eat World" gespielt hat; Schwächen sind auf dem gesamten Werk kaum zu finden.

Sicherlich kommt das Werk aufgrund der Band-Unterstützung nicht ganz an die emotionale Tiefe des Singer-Songwriter-Pops der Vorgänger-Alben heran. Trotzdem ist der Genre-Wechsel mehr als gelungen und verdient
Anerkennung.

Anspieltipps:

  • Am I Missing
  • Hands Down
  • Rapid Hope Loss
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