Juliana Hatfield - In Exile Deo - Cover
Große Ansicht

Juliana Hatfield In Exile Deo


  • Label: Zoe/IN AKUSTIK
  • Laufzeit: 77 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

„I´ve Been Sleeping Through My Life, Now I´m Walking Up And I Want To Stand In The Sunshine.” – dann lass uns mal aus dem Schatten ins Sonnenlicht treten. Juliana Hatfield blickt, trotz ihrer noch jungen Jahre (nun ja, 37), bereits auf eine eindrucksvolle Karriere zurück. 1986 formierte sie zusammen mit John Strohm und dessen Lebensgefährtin Freda Boner die Blake Babies. Aufgelöst wurde das Ganze trotz erfolgreicher Jahre im Streit 1990. 1992 wandelte Juliana dann erstmals auf Solo-Pfaden. Mit ihrem Debütalbum „Hey Baby“ avancierte sie schnell zum Aushängeschild der Bostoner Indie-Rock-Szene. Weitere Alben folgten, sowie als Bassistin und Background-Sängerin ein Ausflug ins Studio für eine Lemonhead Produktion (It´s A Shame About Ray). Wer glaubte, Juliana Hatfield hätte nun ein neues Betätigungsfeld entdeckt, sah sich schnell getäuscht. Sie entzog sich flux wieder der Aufmerksamkeit der Massen und widmete sich erneut meist dunklen und manischen, in Musik gefassten, Stimmungen. Irrgänge des Lebens, Verwirrungen des Seins – eine Verdammte im Wirrwarr der Wirklichkeit. No Panik. Wir werden jetzt keine Hexe verbrennen..... oder so. Wir werden vielmehr über eine nie geglaubte Wandlung berichten. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Das Rettungsboot kam noch rechtzeitig.

Die ehemals eigenwillige Künstlerin Juliana Hatfield (Vocals, Guitar) hat mit ihrer Vergangenheit aufgeräumt. „..... nun habe ich ein partnerschaftliches, gleichberechtigtes Verhältnis zu meiner Musik und ich denke, ich habe es doch verdient, Künstlerin zu sein und Songs zu schreiben. Es ist eine wunderbare Sache....“. Dem stimmen wir uneingeschränkt zu, denn es wäre der Musikwelt vieles entgangen.

Mit „In Exile Deo“ lässt Juliana Hatfield aufhorchen. „.... ich war stets verwirrt vom Leben und der Liebe.....“ – mit großen Plänen in der Tasche ins „neue“ Hier und Jetzt. Was geblieben ist, sind Juliana´s prosaisch, nüchterne Texte, die sich diesmal allerdings mit selbstbewussten, beharrlich optimistischen Zeilen paaren. Sie ist und bleibt eine begnadete Songschreiberin, die schonungslos offen mit ihrer Vergangenheit aufräumt. Verändert hat sich einschneidend eher ihr Musikstyle. Power-Pop, Midtempo-Songs, UpBeat-Pop, gradliniger Blues-Rock und emotionsgeladene Balladen weisen den neuen Weg. Selbst Streicher-, Orgel- und Hammondsounds finden einen Platz in Juliana Hatfields Musik. Sie ist am Wendepunkt angelangt. Gefühle und Emotionen verpackt sie ohne pathetisch salbungsvolle Soundgebilde äußerst ansprechend in tollen Songs.

Fazit: Hier hat sich eine Wandlung bezahlbar gemacht. Mit beiden Beinen im Leben stehen, so macht das Leben wieder sinn. Alternative Rockmusik kann so schön klingen.

Anspieltipps:

  • Sunshine
  • Get In Line
  • Don´t Let Me Down
  • Some Rainy Sunday
  • Tomorrow Never Comes
Neue Kritiken im Genre „Singer/Songwriter“
8/10

The Days Of Never Coming Back And Never Getting Nowhere
  • 2017    
6.5/10

Trouble No More: Bootleg Series Vol. 13 (1979-1981)
  • 2017    
Diskutiere über „Juliana Hatfield“
comments powered by Disqus