Wilson Phillips - California - Cover
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Wilson Phillips California


  • Label: Columbia/SONY
  • Laufzeit: 39 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Plötzlich und völlig überraschend liegt mit „California“ ein neues Album der Band Wilson Phillips in den CD-Läden. Wer sich noch erinnert – 1989 starteten die drei Mädels ihre Karriere. Die Töchter des „Beach Boys“ Brian Wilson Carnie und Wendy und die Tochter des „Mamas & The Papas“ Mitglieds John Phillips Chynna, komponierten und arrangierten ihre eigenen Songs in der Tradition ihrer Eltern und präsentierten sich mit dem Album „Wilson Phillips“ 1990 dem Publikum. Geprägt wurden ihre Popstücke hauptsächlich vom harmonischen Gesang der drei Damen, der zeitweise überproduziert etwas aus dem Ruder lief. Dennoch verkaufte sich das Album recht erfolgreich. Songs wie „Release Me“, „Impulsive“ oder „Hold On“ platzierten sich hoch in den Hitparaden. Mit ihrem zweiten Album „Shadows & Light“ begann leider dann schon 1992 der Abstieg. Ein völlig nichtsagendes Album konnte die Fangemeinde nicht vom Sockel reißen. Neben unzufriedenen Verkaufszahlen platzten auch geplante Konzerte am laufenden Band. Es begann intern zu rumoren. Trennungsgerüchte wurden schließlich in die Tat umgesetzt. 1995 war dann Schluss mit Wilson Phillips.

Naja, und nun sind sie wieder da. Hören wir also mal rein... Oh Graus, oh Schreck. Noch mal zurück. Doch es wird leider nicht besser. Was haben sich die Mädels denn mit diesem Album gedacht? Seit mehr als neun Jahren kein musikalisches Lebenszeichen und dann so etwas. Es kann doch wohl nicht war sein, dass man nach so vielen Jahren ein neues Highlight mit einem reinen Coveralbum setzen möchte. Gut, wenn es beliebt. Blicken wir also hinter die Kulissen. Eine Reise durch die glorreichen 60er, 70er und 80er Jahre. Songs der Väter und Vätersväter....Vätersvätersväter und Vätersvätersvätersväters („In My Room“, „Dance, Dance, Dance“, „Monday, Monday“.....Stücke von Jackson Browne („Doctor My Eyes“), Fleetwood Mac´s „Go Your Own Way“, Pete Seger´s „Turn! Turn! Turn!“, Joni Mitchell´s „California“, Neil Young´s „Old Man” und Linda Ronstadt´s „You´re No Good”. Eine bunte Mischung poppiger Hits in neuem Gewand.

Sicher, die Mädels können singen und haben diesmal bewusst auf technische, effekthaschende Spielereien verzichtet. Gut so. Aber, ob dies ausreicht, sich in die Herzen und mehr der erwartungsvollen Fans zu spielen? Ich wage dies zu bezweifeln. Toller mehrstimmiger, harmonischer Frauengesang, ein wenig Gegeige hier und da, balladeskes aus der Wundertüte und etwas grooviger Disco-Pop. Schön, doch nicht schön genug. Schade, mir persönlich hätte es eine Spur experimentierfreudiger sein dürfen, eigentlich müssen. Da fehlt die Spannung an allen Ecken und Kanten. „California“ – kurz und knapp: nicht empfehlenswert und mit gerade mal 39 Minuten äußerst, fast schon unverschämt kurz!

Anspieltipps:

  • California
  • Go Your Own Way
  • Turn! Turn! Turn!
  • Monday Monday
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