Lamb - Between Darkness And Wonder - Cover
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Lamb Between Darkness And Wonder


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Es hat lange gedauert, doch nun endlich ist es endlich in den Plattenläden zu finden: Lambs viertes Album „Between Darkness And Wonder“, welches fast drei Jahre auf sich warten ließ. Aber das Warten hat sich gelohnt, denn wenn man nun in den Genuss kommt, dieses Album förmlich aufzusaugen, wird man keinesfalls enttäuscht. Lamb sind mit der Zeit gewachsen und haben sich nach dem Erfolgsalbum „What Sound“ (2001) nochmals weiterentwickelt. „Between Darkness And Wonder“ klingt sehr erwachsen und sprüht eine Souveränität aus, die man von der Band gar nicht kannte. So besticht die charakteristische Stimme von Louise Rhodes (auch verantwortlich für das Songwriting) wieder mal durch jazzige Phrasierungen und eine schmeichelnde Brillanz, während Andy Barlow für die passenden Beats und Sequenzen sorgt. Diese Vermischung der Stile ist durch die unterschiedlichen Einflüsse der Musiker aus Manchester zu erklären. Andy Barlow kommt ursprünglich aus der Technoszene. Louise wuchs mit Folkmusik, HipHop und Soul auf. Als Ergebnis dieser Symbiose kommt wie schon bei den vorhergehenden Alben ein unverwechselbarer Sound heraus.

„Darkness“ leitet das Album mit spacigen Layern, elektronischen Effekten und der sanften Stimme von Louise Rhodes ein, was den Song zum einen sehr verspielt, aber auch selbstbewusst klingen lässt. Um einiges eingängiger ist das darauf folgende „Stronger“. Satte Streicher und wuchtige Schlagzeugklänge lassen diesen Song zu einem frühen Höhepunkt der CD werden. Als besonders gelungenes stellt sich auch die Coverversion „Angelica“ heraus. Das ursprünglich von Claude Debussy verfasste Werk „Claire de Lune“ wird durch sanfte Beats neu vertont und stellt so eine Art klassischen Downbeat dar, der vor allem durch die Klavierklänge beruhigend wirkt. Ganz und gar nicht beruhigend zeigt sich dagegen der Song „Sun“, der melancholische Grundstimmung vertreibt und mit heftigen Drum- und Vocal-Parts besticht. Auch „Open up“ kann man als musikalische Explosion betrachten, da Lamp hier besonders deutlich ihre Einflüsse ausleben. Mit dem längsten Lied „Hearts and flowers“, bei dem so gut wie keine Beats vorhanden sind, schließ das Album dann mit traurigen Klängen ab.

So gewaltig wie die Spanne zwischen dunkel und hell ist, so gewaltig ist auch die Bandbreite der dargebotenen Stile auf dem vierten Lamb-Werk. „Between Darkness And Wonder“ ist das beachtliche Ergebnis eines Reifeprozesses, das die Band auf dem Weg vom Lamm zum erwachsenen Schaf präsentiert. Mal schauen, was die nächste Entwicklungsstufe zu bieten hat..

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