Armand van Helden - New York: A Mix Odyssey - Cover
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Armand van Helden New York: A Mix Odyssey


  • Label: Soulfood/SONY
  • Laufzeit: 73 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Nun gut, der amerikanische Musikmarkt wird beherrscht von HipHop- und R&B-Klängen, das weiß jeder. Doch dass es auch elektronische Leckerbissen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt, wissen die wenigsten. Und so haben es sich Feinschmecker der elektronischen Tanzmusik wie Roger Sanchez, Felix Da Housecat oder Armand van Helden zur Aufgabe gemacht, dieses zu ändern. Letzterer hat nun nach knapp zweijähriger Kreativpause sein neues Machwerk namens „New York: A Mix Odyssey“ auf den Markt gebracht. Und wer Armand van Helden kennt, der weiß, dass man sich bei ihm auf kreative und noch nie da gewesene Musikergüsse freuen kann.

Ein Blick in die Vergangenheit beweist es, Kreativität und der damit verbundene Erfolg wird groß geschrieben im Leben des mittlerweile 33-jährigen New Yorkers. Das deutsche Publikum kam 1999 zum ersten Mal richtig in Kontakt mit seiner Musik. Damals beförderten die Plattenkäufer Deutschlands die Single „You Don´t Know Me“ in die Top 40 der Verkaufscharts, die Plattenkäufer im UK sogar auf Platz 1. Sein letztes Album tragt den Titel „Ghandi Khan“ und wurde 2002 veröffentlicht. Auch auf diesem Album konnte man die volle Ideenreichheit Armand van Heldens betrachten. Exotische Samples, HipHop und Schrammelgitarren, um nur einige Elemente zu nennen, die er auf diesem Album miteinander verbunden hat. Leider wirkte das Werk in voller Länge dann doch etwas monoton und wurde leicht etwas stressig für Leib und Seele.

Anders seine neue CD „New York: A Mix Odyssey“, in dem er „Music-Clash“ vom allerfeinsten betreibt. Und bitte nicht falsch verstehen, es ist nicht vom mittlerweile doch recht ausgelutschtem „Bootleg-Verfahren“ die Rede, bei dem Songs verschiedener Musikrichtungen ineinander gemixt werden. Nein, Armand van Helden mixt auf seinem neuen Album Pop-Evergreens der Achtziger gekonnt mit neuen Klängen, und das hintereinander, sodass ein unglaublich geniales Set entstanden ist. Tracks wie „Call Me“ von Blondie, „Don’t Go“ von Yazoo, „Black Betty” von Ram Jam, „Talking In Your Sleep“ von den Romantics oder „Owner Of A Lonely Heart” von Yes in einem Set mit Songs wie „Three Girl Rhumba” von Klonhertz, „Watching Cars Go By” von Felix Da Housecat oder „Hear My Name” vom Meister Armand van Helden persönlich in einem Set? Gibt es nicht! Gibt es doch! Und das gute dabei, es hört sich auch noch sehr gut an, animiert zum abtanzen und bereitet Freude pur.

Eigentlich ist es also gar keine Irrfahrt auf die uns Armand van Helden getreu dem Titel des Albums mitnimmt, sondern eine zielgerechte High-Speed-Fahrt in Richtung guter Laune und vor allem richtig guter Musik.

Anspieltipps:

  • Call Me - Blondie
  • Hear My Name - Armand van Helden feat. Spalding Rockwell
  • (I Just Want To Be A) Drummer - Heavy Rock
  • Tainted Love - Soft Cell
  • Let Me Lead You - Armand van Helden feat. La Rock
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