Mousse T. - All Nite Madness - Cover
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Mousse T. All Nite Madness


  • Label: Peppermint/SPV
  • Laufzeit: 53 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mustafa Gündogdu ist wieder da! „Bitte wer?“ werden sich da jetzt sicherlich viele fragen. Nimmt man aber den Namen Mousse T. in den Mund sieht die Sache schon ganz anders aus. Zu Recht, denn der in Hagen geborene Musiker mit türkischen Wurzeln ist eines der internationalen Aushängeschilder Deutschlands, wenn es um gute Musik geht. Mousse T. ist Produzent, Songschreiber, DJ, Labelinhaber und begnadeter Remixer, letzteres brachte ihm sogar eine Grammy-Nominierung ein, ein Multitalent halt.

Den deutschen Plattenkäufern wird er 1998 bekannt. In diesem Jahr erschien nämlich mit „Horny“ sein erster großer Coup, welchen er zwei Jahre später mit „Sexbomb“, gesungen von niemand geringerem als dem „Tiger“ persönlich, Tom Jones, noch toppen konnte. 2002 war Mousse T. Mitglied in der Jury, die den „Teenstar“ auf RTL 2 suchte. Gut, über diesen Punkt in seiner Biografie kann man sich streiten. Fakt ist, sowohl die Sendung floppte, als auch die Karriere des Siegers Pierre. Ebenfalls nicht ganz den erwarteten Erfolg brachte das im gleichen Jahr erschienene Debütalbum „Gourmet De Funk“, obwohl es musikalisch sehr vielseitig daherkommt, Funk-Groove mit Downtempo-Balladen vereint und insgesamt ausgereift klingt. Vielleicht war es halt der breiten Masse zu anspruchsvoll, so etwas soll es geben.

Jetzt, knapp zwei Jahre später, steht das neue Album „All Nite Madness“ in den Läden. In punkto Vielseitigkeit, steht es dem Vorgänger in nichts nach. Das Spektrum reicht von britpop-artigen Klängen („Underground“), über Pop-House („Is It ´Cos I´m Cool?“), verruchtem Gitarren-Rock („Sex Has Gone“), ruhigem, sanften, nach Sommer klingenden Soul („By Myself“), Retro-Rock („Wow“), Trash Synthie-Sound der 80er („Turn Me On“), dunklen, rohen emo-artigen Sound („Monotony“) bis hin zu kubanisch klingenden Tönen („Just Look At Us Now“). Insgesamt weißt das Album eher ruhigere Klänge auf, die Uptempo-Nummern wurden aber auch bedacht, keine Angst. Alles in allem ist „All Nite Madness“ ein Streifzug durch die Musikgenres der heutigen Zeit. Jedes Stück widmet sich einem anderen Genre, und so bewahrt es sich eine musikalische Vielfalt, wie nur wenige andere es haben. Nun bleibt abzuwarten, wie es dem breiten Publikum gefällt, welches den Vorgänger „Gourmet De Funk“ anscheinend nicht ganz so zu würdigen wusste. Eins ist jedoch sicher, „All Nite Madness“ bereitet dem offenen Musikhörer eine Menge Freude und vor allem eine ganze Menge Abwechslung.

Anspieltipps:

  • Is It `Cos I´m Cool?
  • Music Makes Me Fly
  • By Myself
  • Bounce
  • Wow
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