Leash Law - Dogface - Cover
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Leash Law Dogface


  • Label: Black Lotus/Soulfood
  • Laufzeit: 41 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Leash Law - noch nie gehört? Macht ja nichts! Hier sind die Fakten: Bei der amerikanischen Band Leash Law handelt es sich um eine Art Heavy Metal All-Star-Projekt, das Anfang 2003 von Wade Black und Rick Renstrom gegründet wurde. In der Besetzung Emo Mowery (Gitarre, Ex-Nocturnus, Ex-Tiwanaku), Wade Black (Ex-Crimson Glory, Ex-Seven Witches), Rick Renstrom (Gitarre, Ex-Rob Rock) Stephen Elder (Bass, Ex-Rob Rock) und Richard Christy (Drums, Ex-Iced Earth, Ex-Death) spielte die Truppe in vier Monaten im Winter 2003/04 in den A.R.S. Studios in Orlando, Florida und den Red Kenyi Studios in Seminole, Florida ihr Debütalbum „Dogface“ ein. Leash Law spielen eine Mischung aus klassischem Power Metal und amerikanischem Heavy Metal. Veröffentlicht wird das Werk in Europa über das renommierte griechische Label „Black Lotus Records“.

Soweit die Gegebenheiten. Doch können die neun Songs des Albums halten, was die hochkarätige Besetzung verspricht? Jein! Zwar zeigen Leash Law gleich zu Beginn, was sie zu leisten im Stande sind, indem sie mit „Fight“ und dem Titeltrack „Dogface“ zwei eingängige Speed-Bolzen mit theatralischen Vocals zwischen Ripper Owens und Rob Halford (Judas Priest) aufbieten, die mit temporeichen Double-Bass-Attacken und leichten Industrial-Einflüssen zu überzeugen wissen. Da gibt es nichts zu meckern. Die Breaks sitzen sauber, die Gitarrensoli kommen in epischer Manier daher und die Songs knallen druckvoll aus den Boxen - und doch fehlt auf Dauer das gewisse Etwas, das zwischen einer guten und einer herausragenden Platte unterscheidet.

Das mag vielleicht daran liegen, dass sich bereits nach dem dritten Song („Stealing grace“) eine gewisse Routine einstellt, in der die Stücke runtergeschrubbt werden. Handwerklich absolut einwandfrei, aber eben ohne den besonderen Kick. Das ist schade, denn das Quintett kann viel mehr, wie das soundtrackartige „Hail to blood“, das von den Gladiatorenkämpfen aus dem Film „Gladiator” inspiriert wurde, beweist. Das Stück zählt zu den stärksten des Albums. Aber nicht, weil es mit einem blutrünstigen Schlachten-Thema á la Manowar aufwartet, sondern weil hier echtes musikalisches Entertainment geboten wird. Oder kann jemand auf Anhieb einen Metal-Song benennen, in dem Bläserfanfaren vorkommen? Dazu gibt es mit „Banion“ eine hymnische Halb-Ballade wie sie jedes Metal-Album auszeichnen würde. Doch zwei, drei Perlen reichen leider nicht aus, um „Dogface“ zu einem dauerhaften Vergnügen werden zu lassen und vor allem, um sich aus der wöchentlichen Flut neuer CDs besonders hervorzutun. So haben Leash Law ein anständiges Werk abgeliefert, an dem Genrefans zumindest zeitweise ihre Freude haben werden. Mehr war für ein Debüt aber wohl nicht drin.

Anspieltipps:

  • Fight
  • Banion
  • Hellhole
  • Hail to blood
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