The Zutons - Who Killed The Zutons - Cover
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The Zutons Who Killed The Zutons


  • Label: Deltasonic/SONY
  • Laufzeit: 40 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Schluss mit ausgelutschtem Retro-Rock: Hier kommen The Zutons! Retro-Rock ist für viele schon zu einer Art Unwort verkommen. Seit knapp 3 Jahren sprießen die Bands im Fahrwasser der Stokes nur so aus dem Boden, und wenn man mal ehrlich ist, Unterschiede gibt es nur, wenn überhaupt, in minimalen Punkten. Doch eine Band aus dem Vereinten Königreich schafft nun etwas Abhilfe in dieser Hinsicht: Die Rede ist von The Zutons aus Liverpool. Eine Band, die es versteht Country-, Surf-, Rock- und obendrein noch Funk- und Soul-Musik perfekt miteinander zu vereinen.

Das Quintett machte zum ersten Mal 2002 von sich Reden, in diesem Jahr erschien in Großbritannien ihre Debütsingle „Devil's Deal“. Wenig später folgte die zweite Single „Creepin' An' A Crawlin'“, nach der The Zutons aufgrund der Tatsache, dass sie mit Deltasonic auf demselben Label veröffentlichen wie die Liverpooler Fusions-Kollegen von The Coral, von der britischen Presse als deren schlechte Kopie abgestempelt wurden. Grund genug für The Zutons sich mit Ex-Lightning Seeds-Mann Ian Broudie, der schon The Corals Kompositionen veredelte, in der zweiten Hälfte von 2003 in einem Londoner Studio einzuschließen, um am Album „Who Killed The Zutons?“ zu arbeiten. Anfang 2004 erschien als erstes Ergebnis der Sessions der dunkel-treibende Soulrocker „Pressure Point“, der prompt zur „ersten guten Singles des Jahres 2004“ vom NME geadelt wurde. Im Frühjahr folgte die erste Headliner-Tour durch England und auch drei deutsche Clubs standen auf dem Spielplan. In zwei deutschen Städten dürften The Zutons gar für die Sportfreunde Stiller eröffnen.

„Wir wollten immer so sein wie Sly And The Family Stone, The Talking Heads oder Devo”, sagte Zutons-Frontmann und Gitarist David McCabe. Aufgrund ihrer atemberaubenden eigenständigen Bandbreite an musikalischen Einflüssen und Vorbildern ist ihnen das mehr als gelungen. Allein das Saxophon-Spiel der erst 20-Jährigen Abi Harding ist es schon wert, sich das Album anzuhören. Im Großen und Ganzen reichen die ersten vier Songs des Albums aus, um das ganze Können der Zutons aufzuzeigen. Aber man sollte sich darauf nicht beschränken, denn sonst verpasst man neben den elektrisierenden Mischungen aus Rock und Soul, die herrlich unpathetischen Balladen, die das Album zu bieten hat. The Zutons geben also ein beachtliches und zugleich neuorientiertes Album in Hinsicht auf die noch junge Retro-Rock-Kultur ab, bei dem sie vor allem durch die souligen und jazzigen Elemente überzeugen und ein wenig Abwechslung in die doch recht triste Retro-Rock-Szene bringen.

Anspieltipps:

  • Zuton Fever
  • Pressure Point
  • Not A Lot To Do
  • Havana Gang Brawl
  • You Will You Won’t
  • Moons And Horror Shows
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