Mehmet Ergin - Tales From Enchanted Gardens - Cover
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Mehmet Ergin Tales From Enchanted Gardens


  • Label: Ergin Records/EDEL
  • Laufzeit: 51 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch wenn man Musik zu seinen Leidenschaften zählt, kommt es vor, dass einem die Lust am liebsten Hobby vergeht, weil man viel zu oft mit unterirdischen Darbietungen gequält wird, gegen die selbst ein Dieter Bohlen ein wahrer Meister seines Fachs ist. Hat der geneigte Musikfreund diese Stufe der Verzweiflung erreicht, bedarf es einer musikalischen Initialzündung, um den Kopf wieder frei zu bekommen von all den Boygroups und X-Tinas dieser Welt. Ein Kandidat für solche Rettungstaten ist der türkische Gitarrist Mehemt Ergin, der mit seiner atmosphärischen Instrumentalmusik so zu begeistern weiß, dass dem Rezensenten fast die Worte fehlen. Und da ein sprachloser Kritiker sicher nicht die beste Ausgangslage für eine CD-Besprechung ist, lassen wir ausnahmsweise mal den sehr treffenden Pressetext sprechen:

„Irgendwo im Grenzgebiet zwischen Weltmusik, Klassik und Jazz zeichnet Ergin mit seiner Musik ein universell gültiges Bild, das festgefahrene Wege verlässt und Grenzen einzureißen vermag. Er nimmt seine Hörer mit auf eine musikalische Reise. Sphärisch, mystisch und rhythmisch verbindet er Elemente aus westlicher und orientalischer Musik, in die man abtauchen und sich verlieren kann“. Die Waschzettel der Plattenfirmen triefen oftmals vor Stilblüten und Übertreibungen. Hier gibt es zur Abwechslung keine Widersprüche. Ergin legt mit seinem Album „Tales From Enchanted Gardens“ ein puristisches Meisterwerk vor, das Beobachtungen und kleine Geschichten in zauberhafte Instrumentalstücke verpackt. Worte werden nicht benötigt. Die Musik spricht ihre eigene Sprache, die von erstklassigen Musikern der Jazz-, Klassik- und Weltmusik-Szene wie dem String Ensemble (Rodrigo Reichel, Stefan Pintev, Sebastian Marock, Hanno Kuhns), Claudio Puntin (Klarinette), Marcio Doctor (Percussion), Zoltan Lantos (Violine), Frank Skriptschinski (Bass) und Katie Zahn (Flöte) eingespielt wurde.

Selbst wenn es klischeehaft klingen mag: Dieses Album zieht seine Hörer wahrhaft in den Bann und nimmt sie mit auf eine Reise aus 1001 Nacht. Vergleichbar mit einem Soundtrack, erzeugen die elf Stücke eine einzigartige Stimmung, die sich nicht mal eben beim Nebenbeihören erschließt. Mehmet Ergins Musik muss man in entspannter Atmosphäre auf sich wirken lassen – am besten mit Kopfhörern – um in den vollen Genuss der orientalisch angehauchten Klanglandschaften zwischen Jazz und Ethno-Pop zu kommen. Fazit: „Tales From Enchanted Gardens“ ist ein echter Geheimtipp für Puristen, den sich eben jene auf keinen Fall entgehen lassen sollten!

Anspieltipps:

  • The wishing tree
  • Dances of sparks
  • Elephant in the dark
  • Walking on crimson carpets
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