Lost In Venice - Hidden From The World EP - Cover
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Lost In Venice Hidden From The World EP


  • Label: Eigenvertrieb
  • Laufzeit: 21 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Wieder mal nur Schrott in den Charts? Wie wäre es dann zur Abwechslung mit einem Ausflug in die hiesige Independent-Szene, zum Beispiel nach Stuttgart, wo eine junge Band namens Lost In Venice seit fünf Jahren zusammen musiziert und Ende letzten Jahres ihre inzwischen dritte E.P. „Hidden From The World“ einspielte? Lost In Venice machen gitarrenorientierten Alternative-Pop (also Rockmusik!) und traten bereits als Supportact für die Stereophonics, Cardigans, Interpol und The Beautiful South auf. Ihre CDs „Something You Might Be Needing“ (2000) und „Endless Fields“ (2002) erhielten wohlwollende Besprechungen, sodass die Herren Patrick Wolf (Gitarre), Roman Wreden (Vocals, Gitarre), Michael Povolny (Bass) und Ronald Zeis (Drums) so langsam als Kandidaten für einen Plattenvertrag in Frage kommen.

Denn auch mit ihrem Drittwerk „Hidden From The World“ stellen die Stuttgarter ihr Potenzial nachdrücklich unter Beweis. Die fünf Songs der E.P. pendeln zwischen deutlichen BritPop-Anleihen („Ignition“), ausgefeiltem Power-Pop („Never could fail“), groovendem Alternative-Pop („These hands“), Indie-Chart kompatiblem Rock-Hymnen („Hidden from the world“) und atmosphärischen Singalongs („Stuck in the middle“) – und das ohne einen Ausfall! Dazu gibt es einen durchweg druckvollen Sound und mit Roman Wreden einen Sänger, der auch schon solo von sich Reden machte („Window“) und streckenweise an die „Fury In The Slaughterhouse“-Röhre Kai Wingenfelder erinnert.

„Hidden From The World“ präsentiert eine gereifte Band auf dem Weg zu Vollprofis. Das Songmaterial ist überaus ansprechend, da zu jeder Zeit interessant und spannend inszeniert. Und auch die satte Produktion unterstreicht den festen Willen, zum nächsten, logischen Schritt anzusetzen, nämlich einen Plattendeal zu unterzeichnen. Mit den Songs ihrer drei E.P.’s im Gepäck, einem passablen Produzenten und einer Plattenfirma mit Mut zur Lücke, könnte Lost In Venice zu einer echten Alternative im deutschen Indie-Rock werden. CDstarts bleibt am Ball und hofft das Beste!

Anspieltipps:

  • Stuck in the middle
  • Hidden from the world
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