Limp Bizkit - Greatest Hitz - Cover
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Limp Bizkit Greatest Hitz


  • Label: Geffen/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 72 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Irgendwas ist faul bei der einst so erfolgreichen Rockband Limp Bizkit. Das 2003er Album „Results May Vary“ klang nach dem Weggang von Gitarrist und Kreativkopf West Borland ziemlich schwach auf der Brust und konnte kommerziell nur durch die weichgespülte Single „Behind blue eyes“ gerettet werden. Dann wurde die überraschende Rückkehr von Mr. Borland verkündet und im Mai 2005 mit dem 30-minütigen Minialbum „The Unquestionable Truth: Part 1“ ein kompromissloses Werk vorgelegt, das weder beworben, noch sonderlich gut weiten Teilen der Fangemeinde aufgenommen wurde.

Vielleicht ist dies der Grund dafür, dass anstatt des angekündigten zweiten Teils von „The Unquestionable Truth“ zuerst ein „Greatest Hits“-Album der Rapcore-Formation erscheint, die in gut zehn Jahren mehr als 31 Millionen Tonträger verkaufen konnte, was 44 Gold- und 140 Platin-Auszeichnungen entspricht. Eventuell ist der siebte Longplayer auch für längere Zeit das letzte Lebenszeichen von Limp Bizkit, denn Fred Durst hat zwischenzeitlich die Schauspielerei für sich entdeckt. Unter der Regie von Michelle McLaren, die bisher ausschließlich für TV-Produktionen wie z.B. „Akte X“ gearbeitet hat, steht er seit Sommer 2005 für den Horror Thriller „Population 436“ vor der Kamera. Fred Durst spielt in dem Film einen Cop eines kleinen Kaffs, das seit über 100 Jahren eine konstante Bevölkerungszahl von exakt 436 Einwohnern hat. Ein Volkszähler versucht dahinter zukommen, wie dieses Phänomen zustande kommt. Das Ergebnis gibt es irgendwann 2006 im Kino zu begutachten. Doch vorher liefern Limp Bizkit 14 ihrer größten „Hitz“ (so die korrekte Schreibweise im LB-Style) aus bisher sechs Alben (inkl. „New Old Songs“) sowie drei unveröffentlichte Bonus Tracks an.

Das Album ist ein gelungenes Instrument, um den Vorreiterstatus der Band aus Jacksonville, Kalifornien in Sachen Nu-Rock/Rapcore nachvollziehen zu können. Auch wenn man Fred Durst nicht leiden kann, muss man ihm und seinen Kollegen neidlos zugestehen, dass sie ein ganzes Musikgenre maßgeblich mitbestimmt haben. Als Resultat liegen hier herausragende Groovemonster wie „Nookie“, „Boiler“, „Rollin’ (Air Raid Vehicle)“, „Break stuff“ und „Take a look around“ vor. Ebenso herzerfrischend ist es, wenn der George-Michael-Song „Faith“ in ein wütendes Punkrockgewand hüllt wird oder bei der geplanten neuen Single „Home sweet home/Bittersweet symphony” gleich zwei fremde Songs zusammengewürfelt werden (Mötley Crües „Home sweet home“ und The Verves Megahit „Bittersweet symphony“). Daneben gibt es mit „Why“ und „Lean on me“ noch zwei weitere neue Songs, die „Greatest Hitz“ zu einer runden Sache machen.

Anspieltipps:

  • Faith
  • Nookie
  • Eat you alive
  • My generation
  • Take a look around
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