Soil - Redefine - Cover
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Soil Redefine


  • Label: J Records/BMG
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Ja, ist es denn die Möglichkeit?! Mit „Redefine“ von Soil liegt bereits die dritte Rezensions-CD in Folge in meinem Player, die die 40-Minuten-Grenze unterschreitet. Habe ich etwa einen neuen Trend verpasst? „Klasse statt Masse“ - oder zurück zu den Wurzeln, als nur Konzeptalben länger als eine Stunde Spielzeit haben durften? Nun ja, wohl eher nicht. Sicher wird schon bald ein neues, nicht enden wollendes „Mega-Werk“ um die Gunst des Publikums buhlen. Doch bis dahin beschäftigen wir uns lieber mit dem Drittwerk der Heavy Rocker aus Chicago.

Die Band Soil besteht seit ca. sechs Jahren in derselben Besetzung aus Ryan McCombs (Vocals), Tom Schofield (Drums), Adam Zadel (Gitarre), Shaun Glass (Gitarre) und Tim King (Bass). 1998 legten sie ihre erste EP „El Chupacabra“ vor, der das Album „Throttle Junkies“ (1999) folgte. Als ihr Label „MIA Records“ pleite geht, kommen sie beim BMG-Ableger „J Records“ (u.a. Alicia Keys, Maroon 5, Rod Stewart) unter. Dort veröffentlichen Soil mit „Scars“ (2001) ihren zweiten Longplayer, der mit „Halo“ einen der besten Alternative-Metal-Songs aller Zeiten enthält.

Auf ihrem Drittwerk „Redefine“ präsentieren die Chicagoer erneut ihr sehr eingängiges Riffing mit tieftönenden Nu-Rock-Gitarren, an Alice In Chains gemahnende Melodien und eine fette Produktion, die von Johnny K (Drowning Pool, Finger Eleven, Disturbed) und Randy Staub (Metallica, Bon Jovi, Bryan Adams) gewohnt knallig zusammengeschraubt wurde. Die genretypische Kombination aus Härte und Melodie erfährt also auch auf neuen Soil-Album eine Reinkarnation, was durchaus die Frage erlaubt, was „Redefine“ vom gleichzeitig erschienenen Drowning-Pool-Werk „Desensitized“ unterscheidet.

So gehen die Mannen um Frontröhre Ryan McCombs um einiges vielseitiger zu Werke, was sich in wohl austarierten laut/leise-Parts und dem Einsatz von akustischen Instrumenten äußert, die die brachiale Härte der allermeisten Songs ein ums andere Mal auflockern. Damit laufen Soil mit knappem Vorsprung vor den Kollegen von Drowning Pool (dessen verstorbenen Sänger der Song „Remember“ gewidmet ist) über die Ziellinie. Jetzt hat der Käufer die Qual der Wahl.

Anspieltipps:

  • Deny me
  • Redefine
  • Say you will
  • Cross my heart
  • Can you heal me
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