Fefe Dobson - Fefe Dobson - Cover
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Fefe Dobson Fefe Dobson


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

18 Jahre jung, in Kanada geboren, ein für die Rockmusik schlagendes Herz. Nicht verwunderlich, wenn man da an jemand ganz spezielles denkt. Doch in Zukunft wird es nicht mehr so einfach sein bei dieser Beschreibung nur an eine Person zu denken, denn Fefe Dobson kommt mit ihrem gleichnamigen Debütalbum. Felicia Dobson, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, erblickte am 28. Februar 1985 in Kanada, genauer gesagt in Scarborough im Staate Ontario, das Licht der Welt. Schon früh kam sie in Kontakt mit verschiedenen Musikstilen, welche sie später prägen sollten. Sie ist das Kind der Schottin Laura Lynn und einem Jamaikaner, der sich jedoch bald nach ihrer Geburt dezent verkrümelte, sodass sie mit ihren Geschwistern alleine bei ihrer Mutter aufwuchs. Michael Jackson und Lionel Richie hatten es in dieser Zeit ihrer Mutter angetan, und so lernte die kleine Fefe das Tanzen, in dem sie ihrer Mutter fleißig nachamte, als die zu Songs wie „Flashdance“ im Haus herumtanzte.

Ihre Affinität zu harter Rockmusik verdankt Fefe jedoch ihrer älteren Schwester Tanya, die sich immer in ihrem Zimmer einschloss um den Klängen von Nirvana zu huldigen. Klein Fefe durfte allerdings dabei nie ins Zimmer, und so setzte sie sich kurzerhand vor die Tür und lauschte. Mit den Jahren erweiterte sich die Liste derer Künstler, welche Fefe musikalisch inspirierten und noch immer inspirieren um die Namen Coldplay, Jeff Buckley, The Vines und Judy Garland. Mit 16 bekam Fefe ein Angebot von Jive Records, mit dem sie aber nicht so wirklich zufrieden war, da der Plattenvertrag lediglich das Singen von netten Popsongs beinhaltete. Nachdem Lyor Cohen, seines Zeichens Mitarbeiter bei Universal, Fefe in einer Bar hat singen hören und sie vom Fleck weg engagiert hatte, darf sie nun ihre musikalischen Vorlieben voll ausleben.

Zur Seite stellten die Plattenbosse ihr das Produktionsteam Levine und McCollum, die in Zusammenarbeit mit Fefe an einem Debütalbum schraubten, welches im Dezember 2003 in Kanada und den USA auf den Markt kam. Alles in allem ist das Album sehr dem Rock verschrieben und ist zuweilen wirklich beachtlich hart in Hinsicht auf die Musik. Die erste Single-Auskopplung in Europa war der Song „Everything“, der Erinnerung an die Bangles und die Peppers wach werden lässt: Ausdrucksvolle Stimme zu bissigen Gitarren-Riffs. Ganz anders ist das wehmütige „Take Me Away“, mit dem sie versucht, aus der Realität in eine romantische Welt zu entfliehen und dabei ihre Beziehung mit einem viel älteren Mann zu verarbeiten, die an ihrer sozialen Umwelt gescheitert ist. Auf dem Song „Unforgiven“ verarbeitet Fefe ein anderes Thema, das ihr auf der Seele liegt: Die anfangs erwähnte Geschichte mit ihrem Vater, der nie richtig für sie da war. Ein echter Nu-Metal-Song mit begeisterndem Gitarren-Sound auf einem mächtigen Beat und dazu ein scharfer Gesang.

Ihr Ex bekommt mit dem Song „Bye Bye Boyfriend“ sein Fett weg. Sehr hörenswert ist auch gleich der Opener „Stupid Little Love Song“ und dessen punkiger, gitarrenlastiger Tune. Aber auch einfühlsame Balladen wie „The Revolution Song“ sind auf dem Album präsent. Live konnte Fefe ihre Stücke bereits als Voract von Justin Timberlake auf dessen Europa-Tour zum Besten geben. Fefe Dobson ist also nicht nur eine Kopie von Avril Lavinge, sondern zeigt auf ihrem Debütalbum was in ihr steckt, und das ist ´ne Ganze Menge. Man darf also gespannt sein, was wir in Zukunft von der süßen Kanadierin mit dem Herz voller Rock erwarten dürfen. Zunächst steht aber ihr gleichnamiges Album in den Läden und lädt allemal zum Reinhören ein.

Anspieltipps:

  • Stupid Little Love Song
  • Everything
  • Kiss Me Fool
  • Julia
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