The Datsuns - Outta Sight Outta Mind - Cover
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The Datsuns Outta Sight Outta Mind


  • Label: V2/Rough Trade
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Abwechslung wird einem dabei nicht so wirklich geboten, dafür Rock’N’Roll vom Feinsten und das gute 40 Minuten lang.

AC/DC, Led Zeppelin, Deep Purple … The Datsuns? Na ja, ganz so weit ist es noch nicht, doch die vier Jungs aus Neuseeland kommen mit ihren Album „Outta Sight / Outta Mind“, welches zugleich das Follow-up ihres gleichnamigen Debüts ist, dem Ganzen einen beachtlichen Schritt näher. 1995 kreuzten sich im neuseeländischen Cambridge die Wege von Dolf (Bass/Vocals), Phil (Gitarre) und Matt (Drums). Aus Langeweile beschlossen die drei zusammen Musik zu machen. Sie nannten sich „Trinket“, was so viel wie „wertloses Zeug“ oder „Billigschmuck“ heißt und probten eigentlich nur, wenn sie neue Stücke ausprobieren wollten. Zwei Mal in folge gewannen sie zu der Zeit den „Battle Of The Bands“ eines lokalen Radiosenders. 1997 stieß dann Christian zur Band, von nun an nannte man sich The Datsuns - angeblich nicht wegen des Autos, sondern allein des schmeichelnden Klanges wegen.

Es folgte die Gründung des eigenen Labels Hell Squad Records, die ersten Singles in Eigenregie sowie zahlreiche mitreißende Liveshows. Nach Gigs in Australien und England wurden sie schließlich von V2 Records gesigned, die aber lediglich als Vertrieb in Erscheinung treten und sich um das Marketing kümmern. Der Rest, also alles Künstlerische bleibt bis heute in den Händen von Hell Squad Records. 2002 erschien dann ihr Debütalbum mit dem schlichten Titel „The Datsuns“ und präsentierte straiten Rock der späten 70er Jahre in leicht neuem Gewand. Die erste Singleauskopplung „Harmonic Generator“ wird ein Selbstgänger und pushte das Album in der Gunst der Hörer. Es folgten eine Latte von NME-Coverbildern und Touren, Touren, Touren. Auf diesen Touren quer über den Erdball entstand auch ihr neues Album „Outta Sight / Outta Mind“.

Auf ihrem zweiten Album machen die vier Neuseeländern genau damit weiter, womit sie bei ihrem Debüt aufgehört hatten: Bei unbeschwerten Rock mit Anleihen der späten 70er. Riffs, Sounds oder Melodien kommen einem dabei schon mal bekannt vor – egal so lange sie gut in Szene gesetzt werden, und das werden sie allemal. Gleich der Uptempo - Rock ’N’ Roll - Opener „Blacken My Thumb“ gibt die Marschrichtung des kompletten Albums an, und die heißt volle Kraft voraus. Abwechslung wird einem dabei nicht so wirklich geboten, dafür Rock’N’Roll vom Feinsten und das gute 40 Minuten lang. Lediglich mit „What I've lost“ findet sich ein Ballade ähnlicher Song auf der Platte wieder – muss reichen.

Wurde das Album „The Datsuns“ noch im wilden, manischen Eiltempo aufgenommen, ließ man sich beim Nachfolger „Outta Sight / Outta Mind“ Zeit und wurde von der Umwelt, die man in einer recht großen Vielfalt auf Tour genoss, inspiriert. „That Sure Ain’t Right“ wurde beim Sound Check vor einem Konzert in Japan arrangiert. Das schon angesprochene „What I’ve Lost“ entstand im Tour-Bus irgendwo in Arizona und auch der Song „Messin’ Around“ wurde vor ungefähr einem Jahr zum ersten Mal auf Tour gespielt. Diese Einflüsse machen „Outta Sight / Outta Mind“ zu einem gelungenen Zweitwerk und sollten das Herz eines jeden Liebhabers der guten alten Rockmusik auf jeden Fall höher schlagen lassen.

Anspieltipps:

  • Blacken My Thumb
  • Messin’ Around
  • Get Up! (Don’t Fight It)
  • Don’t Come Knocking
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