Stevie Wonder - A Time 2 Love - Cover
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Stevie Wonder A Time 2 Love


  • Label: Motown/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 77 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach unendlich langer Zeit – genau vor zehn Jahren hat er sein letztes Studioalbum veröffentlicht – erscheint nun ein neues Werk von Stevie Wonder. Der blinde Sänger, 1950 geboren, begann bereits mit 12 Jahren Platten aufzunehmen und hat auf der ganzen Welt nicht nur durch seine kommerziellen Erfolge einen großen Bekanntheitsgrad. Er wird nicht zu unrecht als der Meister des Soul und Funk bezeichnet. 72 Millionen Alben haben nicht viele Künstler weltweit verkauft, daher bekam Stevie schon 1996 einen Grammy für sein Lebenswerk. Auf seinen neuesten CD „A Time 2 Love“ spielt er sehr viele Instrumente selbst, Texte und Produktion sind natürlich auch von ihm. Als Musiker stehen ihm Paul McCartney, Prince und Bonnie Raitt an der Gitarre sowie Kim Burrell, Aisha Morris und Indie Arie als Gesangspartnerinnen zur Verfügung. 15 Songs werden gereicht und das ist nach so langer Pause auch Pflicht.

Der Opener „If your love cannot be moved“ hat einen sehr aktuellen R'n'B-Sound, der schon durch die gute gesangliche Unterstützung von Kim Burrell eine eingebaute Hitgarantie besitzt. Die einzigartige Stimme von Stevie Wonder, die er auch gern als Backgroundsänger doppelt (so zu hören in „Tell your heart I love you“), regiert die durchgängig souligen Tracks dieses Albums. Pianoballaden sind sehr oft vertreten und lassen die funkige Nummern wie „So what the fuss“, mit Unterstützung von Prince als Gitarrist und En Vogue als Backgroundsängerinnen, etwas verblassen. Dieser Track wurde zurecht als erste Singleauskoppelung ausgewählt.

Ein wenig mehr Tempo würde dem 55jährigen Ausnahmesänger jedoch besser stehen. So wirkt nur das schon erwähnte Stück „Tell your heart I love you“, wo Bonnie Raitt die Slidegitarre spielt, anders als die groovigen Soulballaden des Multitalents, da der Song sich untypischerweise auf die Gitarre als Untermalung seiner Stimme konzentriert.

Ein belebendes Element ist sicher auch Stevie Wonders Tochter Aisha Morris, die bei zwei Songs mitsingt, wobei das flotte „Positivity“ herausragt. Wonders Texte drehen sich ausnahmslos um die Liebe, was die emotionale Wirkung seiner Werke verstärkt. Er bleibt also dem Stil seiner 70er-Jahre-Alben treu und versucht, bis auf das erste Stück, gar nicht sich dem heute angesagten HipHop-Style anzubiedern. Er kocht weiterhin sein eigenes Soul/Funk-Süppchen und das nötigt Respekt ab. Die vielen Fans werden wieder zufrieden mit ihrem Idol sein.

Anspieltipps:

  • Positivity
  • So what the Fuss
  • Tell your heart I love you
  • If your Love cannot be moved
  • Can't imagine love without you
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