Soundtrack - Harry Potter And The Prisoner Of Azkaban - Cover
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Soundtrack Harry Potter And The Prisoner Of Azkaban


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 69 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.4/10 Leserwertung Stimme ab!

John Williams ist ein Genie und einer der populärsten Soundtrack-Komponisten der Welt. Seine dramatischen Scores untermalen die erfolgreichsten Filme Hollywoods, wie „Der weiße Hai“, „Krieg der Sterne“, „Superman“, „JFK“, „Nixon“, „Hook“, „E.T.“, „Indiana Jones“, „Schindlers Liste“, „Minority Report” und „Jurassic Park“. Gäbe es da einen idealeren Komponisten für die „Harry Potter“ Roman-Verfilmungen, als den 1932 in Long Island geborenen Filmmusik-Giganten?

John Williams bekam das musikalische Talent von einem Vater, einem Berufsmusiker, in die Wiege gelegt und trat später in seine Fußstapfen, indem er ein Musikstudium an der UCLA begann und eine Jazz-Pianistenkarriere anstrebte. Zu seinen ersten Arbeiten zählt die zusammen mit Henry Mancini eingespielte Musik zur Fernsehserie „Peter Gunn“. In Folgejahren erhielt Williams insgesamt 36 Oscar-Nominierungen für seine Soundtracks. 1974 traf er auf den jungen Filmemacher Steven Spielberg, mit dem eine jahrelange Zusammenarbeit begann, die ihm die erhofften Academy Awards („Oscars“) einbrachte. Williams zweiter großer Partner über die letzten 25 Jahre ist kein Geringerer als George Lucas („Star Wars“), mit dem auch der eine oder andere Oscar eingefahren werden konnte. Inzwischen erhielt Williams fünf Oscar-Auszeichnungen, vier British Academy Awards, 16 Grammies, drei Golden Globes und eine Reihe von Schallplatten in Gold und Platin.

Fast zeitgleich mit dem Kinostart des mit Spannung erwarteten dritten „Harry Potter“-Films „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“, kommt der wiederum von Soundtrack-Spezialist John Williams komponierte Original Score in die Läden. Mit dem verspielten Opener „Lumos! (Hedwig’s theme)“ schlägt Williams dabei einen der seltenen Querverweise zu den vorherigen „Harry Potter“-Soundtracks. Ansonsten passt sich die Musik dem ziemlich düster geratenen Film an. Mit der epischen Wucht eines klassischen Orchesters (Streicher, Bläser, Pauken, Flöten) stellt Williams das Grundgerüst des Soundtracks, das immer wieder durch kleine Spielereien aufgebrochen wird. So singt in dem mittelalterlich anmutenden „Double trouble“, das so etwas wie das Hauptthema des Films ist, der „London Oratory“ Kinderchor, wird „The knight bus“ durch leichte Jazz-Parts aufgelockert und „A window to the past“ mit einem schönen Flöteninstrumental verfeinert.

John Williams tut gut daran, die klassischen Strukturen hier und da zu sprengen und nicht ausschließlich bombastische Fanfaren aufzubieten. Damit bewahrt sich das Thema „Harry Potter“ seine ursprüngliche Leichtigkeit, auch wenn es mal etwas düsterer zugeht, wie im dritten Teil der erfolgreichen Saga.

Anspieltipps:

  • Buckbeak’s flight
  • Secrets of the castle
  • Quidditch, third year
  • A window to the past
  • Lumos! (Hedwig’s theme)
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