Stan Bush - Shine - Cover
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Stan Bush Shine


  • Label: Frontiers/SONY
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Begriff „Adult Orientated Rock“ geistert seit den 80er Jahren durch die Musiklandschaft. Da viele Rockfans dieser Sparte bis heute treu geblieben sind, eigentlich aber mit AOR nix anzufangen wissen und bis dato den Begriff (vielleicht) nicht einmal kannten, hier kurz und knapp die Erklärung: „Rockmusik auf Erwachsene zugeschnitten“. Was für eine Aufklärung. Jungs und Mädels: Ihr wart in der richtigen Sparte, auch wenn ihr in den 80ern noch nicht zu den Erwachsenen zähltet. Frühreif eben. Einige zumindest. Egal und Schwamm drüber.

Der Rock hat uns wieder und mit Stan Bush fesselt uns ein durch und durch Eingefleischter. Eine zentrale Gestalt des Genre. Stan Bush? werden sich jetzt einige fragen. Habe ich schon wieder etwas verpasst? Keineswegs. Wer mit Rockgrößen wie Rick Springfield, Alice Cooper, Jefferson Starship oder Quiet Riot groß wurde, kam in der Vergangenheit mit Stan Bush gewollt oder ungewollt in Berührung. Als Sänger bei oder auch Songwriter für diverse Rockbands, ließ er in all den Jahren immer mal wieder aufhorchen. Erste Zeichen setzte Stan Bush im Jahre 1983. Gleichnamiges Album erhaschte jedoch nicht auf Anhieb den erhofften Erfolg. Erst 1987 schlug Stan erste Wellen. Mit „Stan Bush & Barrage“ veröffentlichte er ein, zum „Best Import Rock Album Of The Year“ gewähltes Melodic Rock Werk. Ausgedehnte Tourneen folgten, sowie, wie bereits angesprochen, Songwritings und Vocal-Jobs für diverse Künstler und Bands. Ganze neun Jahre ließ sich Stan Bush für ein weiteres Album Zeit. Einige seiner Kreationen des Albums „The Child Within´“ errangen auf Anhieb Emmy Nominierungen. Der Song „Capture The Dream“ feat. u.a. die Olympischen Spiele in Atlanta/USA im gleichen Jahr. Danach schwappte die Welle unaufhaltsam über die Ufer. Es folgten weitere Alben, gespickt mit feinen Melodic-Rock-Songs, beeinflusst von Stans Ausflügen und Machenschaften in anderen Rockprojekten.

Die Zeit ist reif für „Adult Orientated Rock“ – denn nun sind auch wir alt genug! „Shine“ – eine Co-Produktion Stan Bush/Curt Cuomo – Melodic Rock, wie wir es uns verdient haben. Dazu lud sich Stan Bush illustre Gäste, die Creme de la Creme der Melodic-Rock-Szene, ins Studio ein. An den Produktionen aktiv beteiligt, an der Gitarre Tim Pierce (Rod Stewart, Phil Collins, Joe Cocker), am Bass Matt Bissonette (David Lee Roth, Peter Frampton, Gino Vannelli), an den Drums Kenny Aronoff (Celine Dion, Richie Sambora, Rolling Stones, Meat Loaf), am Gesang Tommy Funderburg (Gründungsmitglied der Band Boston), sowie Curt Cuomo an den Key´s. „....ein großartiges Rock Album voller Upbeat Songs und Killer-Balladen....“, so Stan Bush selbstkritisch. Dem kann ich nur beipflichten. Die Mischung ist perfekt gewählt. Airplay fähig, falls sich noch ein Sender findet, der diese Art von Musik spielt. Dynamisch-facettenreich startet „Shine“ mit gleichnamigem Song, hitzig, erregend fühlt sich „Falling“ an, beseelt erdig streifen Balladen wie „I Will Be There“ oder „What You Mean Tonight“ durch die Landschaft. Da eckt nix an, es tut nichts weh. Völlig losgelöster Sound der 80er Jahre. Mal brav-spießiger Mainstream, mal unbequemer, konstant powervoller Rock leicht ins poppig, kommerzielle abdriftend. Die Freiheit gestandener Männer.

„Shine“ – Auch wenn Stan Bush kein Jahrhundertwerk auf den Markt geworfen hat, so kommen alle zehn Songs toll an und laden zum Mitmachen, sprich mitwippen ein.
Smoothe und locker flockiger Melodic Rock – trivial und dennoch wahrnehmbar.

Anspieltipps:

  • Shine
  • Falling
  • Do It All Over
  • Have You Ever Believed
  • What You Mean Tonight
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