Matt Bianco - Matt´s Mood - Cover
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Matt Bianco Matt´s Mood


  • Label: Emarcy/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Bestimmte Songs gehören zum Standardprogramm eines jeden Radiosenders. Fiese kleine Ohrwürmer, die man morgens im Radiowecker oder im Auto auf dem Weg zur Arbeit hört und den ganzen Tag nicht mehr aus dem Ohr bekommt. Dieses als „Barry Manilow Syndrom“ bekannte Phänomen trifft auch auf die britische Jazz-Pop-Band Matt Bianco zu, die in den Achtzigern mit „Half a minute“ einen dieser unvergesslichen Hits hatte. Doch wie es nun einmal so ist, trennte sich die Matt-Bianco-Urbesetzung bereits nach einem Album. Keyboarder Danny White und Sängerin Basia Tretrzelewska brachten unter dem schier unaussprechlichen Namen der in Polen geborenen Sängerin fünf Alben heraus, während Mark Reily ab 1985 mit dem Pianisten Mark Fisher sieben weitere Werke unter dem Matt-Bianco-Signet veröffentlichte.

Inzwischen wird der musikalische Mix aus Jazz-Pop und Latin-Rhythmen ganz trendy als Lounge Musik bezeichnet und hat mehr Hörer denn je. Genau die richtige Zeit für eine Reunion der Originalbesetzung von Matt Bianco, die für viele Fans die einzig wahre ist - und das exakt zwanzig Jahre nach Erscheinen der ersten Single von Mark Reily, Danny White und Basia Tretrzelewska. Und was für die Fans noch schöner sein dürfte: Am Sound des Trios hat sich auch nach 20 Jahren nichts geändert. Auf „Matt´s Mood“ spaziert die Band äußerst relaxt durch lockere Jazz- und Latin-Grooves, als wäre es 1984 und Matt Bianco noch immer DIE angesagte Combo in Yuppiekreisen.

Doch nicht jeder schätzt die beschwingten Klänge der drei Musiker. Gerne macht auch das böse Wort „Fahrstuhlmusik“ und der Vorwurf, belanglose Musik zu produzieren, die Runde. Zwar beherrschen alle beteiligten Musiker, darunter Kevin Robinson, Peter White, Andrew Ross, Julian Crampton und Tim Cansfield, ihre Instrumente im Schlaf und das Songwriting ist ebenfalls auf höchstem Niveau, doch unterm Strich haben wir es hier mit einer Easy-Listening-Platte zu tun, die bei aller Perfektion kein Feuer versprüht und einfach nur zur Kenntnis genommen werden kann. Für Jazz-Freunde, die auch gerne mal der leichten Muse zusagen, empfehlenswert. Ansonsten heißt es: zurück zur Tagesordnung.

Anspieltipps:

  • La luna
  • Ordinary day
  • I never ment to
  • Matt´s mood III
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