Gary Moore - Power Of The Blues - Cover
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Gary Moore Power Of The Blues


  • Label: Sanctuary/BMG
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Der alte Mann und seine Gitarre. Er ist seit über 30 Jahren einer der Gitarrenlegenden schlechthin. Anfangs als Mitglied der Bands Skid Row (1970 – nicht verwechseln mit der US-Band gleichen Namens) , Thin Lizzy (1974) und Colosseum II (1975) on Tour, begeistert und überzeugt der irische Landsmann Gary Moore gerade als Solist heute noch viele Rock- und Bluesfans. Mit „Power Of The Blues“ reitet Gary Moore nun wieder auf Solo-Pferden durchs Studio. Den Blues-Fan wird’s freuen, denn eigentlich hätte eine weitere Scheibe des Hardrock-Projekts „Scars“ veröffentlicht werden sollen. Sei´s drum oder vielleicht sogar besser so, denn der heftige, Nu-Metal Rock des im Januar veröffentlichten „Scars“-Album konnte nicht jeden eingeschworenen Gary Moore Bluesliebhaber überzeugen. Jetzt wird wieder gebluest was das Zeug hält.

30 Jahre und kein bisschen leise. Als Ire erblickt Robert Wiliam Gary Moore 1952 in Belfast das Licht der Welt. Schon in jungen Jahren kaum von der Gitarre zu trennen, erweitert Gary bereits frühzeitig seinen Horizont als Gitarrero der Band Skid Row. Nach vierjährigem Gastspiel verlässt er die Band und heuert bei Thin Lizzy an. Kurz aber knapp – 1975 wird Gary Moore Mitglied bei Colosseum II. Auf Solopfaden wandelt und präsentiert er sich dann erstmals 1978 mit dem Album „Back On The Streets“ und der Hitsingle „Parisienne Walkways“ der breiten Masse; bereits 1973 veröffentlichte er „Grinding Stone“ – das Album kam allerdings nicht in die Gänge. Es vergehen ein paar Jahre. Gary Moore tourt solo und hier und da mit anderen Projekten. Ab 1982 veröffentlicht Gary regelmäßig Album um Album, alle mehr oder weniger vom Hardrock geprägt und beeinflusst. 1989 wandelt er seinen Musikstil und wendet sich in allen Facetten dem Blues zu. Sein größter Erfolg, 1990 „Still Got The Blues“ mit gleichnamiger Hitsingleauskopplung. Ein weitere Meilenstein in der Bio Gary Moores – 1994 das Projekt BBM mit Jake Bruce und Ginger Baker. Etwas mehr Pop, Rock und ein Hauch Blues entfaltet Gary dann 1997 auf „Dark Days In Paradise“ und 1999 „A Different Beat“. Ein erneuter Wechsel ins Hardrock-Fach dann im Jahre 2002. Mit Cass Lewis (Bass) und Darrin Mooney (Drums) geht’s richtig knallig zur Sache – sperriger, Heavy Rock nicht von schlechten Eltern.

„Power Of The Blues“ weist 2004 die vielleicht nun endgültige Zukunft Gary Moores. Ein Hauch von Led Zeppelin und Jimi Hendrix lassen Gary & Band – Bob Daisley (Bass), Darrin Mooney (Drums) und Jim Watson (Keys) - in unsere Wohnzimmer strömen. Auch wenn Gary den typischen Blues-Lines freien Raum lässt, so klingt es stellenweise rauer und ruppiger als bekannte Blues-Alben aus seiner Feder. Hier und da ein Drift ins Heavy-Fach – „Power Of The Blues“ und „Can´t Find My Baby“, mal Blues-Gefühle pur – „There´s A Hole“ und „Torn Inside“, untermalt von routinierten Gitarrensoli, dann wieder urbaner Bluesrock wie aus einem Guss – „Getaway Blues“.

Auch wenn kein absoluter Gassenhauer zu Gehör kommt, so kann sich das komplette Werk dennoch mehr als hören lassen. Unverfälschter Blues, voller Energie und Enthusiasmus. Noch einmal hingehört: Coverversionen von Willie Dixon – „Evil“ und „I Can´t Quit You Baby“, sowie die Percy Mayfield Nummer „Memory Pain“.

Anspieltipps:

  • Evil
  • There´s A Hole
  • Power Of The Blues
  • That´s Why I Play The Blues
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