Wunder - Was Hält Uns Wach - Cover
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Wunder Was Hält Uns Wach


  • Label: Warner Bros./WEA
  • Laufzeit: 54 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Wunder gibt es ja bekanntlich immer wieder. Mit „Was Hält Uns Wach“ veröffentlicht nun eine Newcomer-Band namens Wunder ihr Debütalbum und verbindet darauf elektronische Musik mit Rockelementen und deutschsprachigen Gesang. Katrin Schröder, Arne Ghosh, Peter Keller und Achim Köllner bilden das Quartett aus Hamburg, die bereits 1999 ihre erste EP in eigen Produktion mit dem Namen „Ach ja“ veröffentlichten. Mit einer ebenfalls selbst organisierten Booking-Agentur absolvierten Wunder bis dato mehr als 200 Auftritte. Beides brachte ihnen bundesweite Medienpräsenz, unter anderem in zahllosen Musik- und Stadtmagazinen sowie durch zahlreiche Interviews und Live-Übertragungen auf Radio- und Fernsehkanälen im ganzen Land.

In ihrer Wahlheimat Hamburg bauten sich Wunder das eigene Studio und ihr Label Zwischengeschoss auf, dort entstanden auch die Songs des Albums „Was Hält Uns Wach“, an dem sie im Januar 2003 begannen zu arbeiten – zu der Zeit noch ohne Plattenvertrag. Mit Arrangement- und Remix-Jobs für a-ha, Zeromancer und andere Acts hatten sie aber ihre Erfahrung im Producerbereich bereits unter Beweis gestellt und wussten daher genau, wie sie klingen wollten. Als das Album schließlich fast fertig war, biss auch die WEA an und zeigte sich von dem Material begeistert. Auf ihrem Debütalbum „Was Hält Uns Wach“ vereinen Wunder gekonnt elektronische Musik mit rockigen Gitarren-Elementen, dazu gibt es deutschsprachigen Gesang der Frontfrau Katrin. All diejenigen, die bei dieser Beschreibung gleich an die Damen und Herren von Wir sind Helden oder MIA. denken sei gesagt, dass Wunder zwar die gleichen Grundmerkmale haben, sich aber dennoch durch die härtere und dunklere Musik von den genannten Bands abheben.

Dies wird auch gleich zu Beginn deutlich, wenn der mit dröhnenden EBM-Beats und verzerrtem Gesang ausgestattete Opener des Albums „Töchter & Söhne“ in die Gehörgänge des Hörers wandert. Nach dem mit Abstand schwächstem Song des Albums geht es dann aber stetig bergauf und so präsentieren Wunder dann mit „Was hält uns wach“, „Perfekte Menschen“ oder „Alien Love Code“ durchaus gelungene Elektro-Rock-Songs. Aber auch die leiseren Klänge kommen auf dem Album nicht zu kurz und so präsentieren Wunder mit den Songs „Freiwillig“, „Ich kann nicht ohne deine Liebe sein“ oder „ Wenn der Mond die Sonne berührt“ gemütsvolle Stücke, die ein wenig an Rosenstolz erinnern.

Sehr gut gelungen ist auch das Intro des Songs „Was wäre wenn“, in dem eine fiktive Anrufbeantworteraufzeichnung eines „wichtigen“ Mitarbeiters der Plattenfirma zum Vorschein kommt, die das ganze Wirrwarr rund ums Musikgeschäft mit einem Augenzwinkern parodiert. Ebenfalls recht gut gelungen ist der Song „C’est la vie“, der mit einer leicht lasziven Stimme mit französischen Akzent auffährt. Wunder gelingt also ein durchaus gutes Debütalbum, das aber noch eine Steigerung nach oben hin offen lässt. Man darf somit gespannt sein, ob Wunder das Wunder war machen und demnächst neben Wir sind Helden und MIA. die großen Bühnen Deutschlands rocken werden.

Anspieltipps:

  • Was hält uns wach
  • Perfekte Menschen
  • C’est la vie
  • Wenn der Mond die Sonne berührt
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