The Black Eyed Peas - Monkey Business - Cover
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The Black Eyed Peas Monkey Business


  • Label: A&M Records/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 70 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

„Sex sells“ – das wusste auch das HipHop-Trio The Black Eyead Peas, als es von einer gewissen Stacy Ferguson (30) angesprochen wurde, ob sie den Jungs nicht ein wenig auf die Sprünge helfen dürfe. Nachdem sich die ersten BEP-Alben „Behind The Front“ (1998) und „Behind The Gap“ (2000) nicht gerade als Hitparadenstürmer herausstellten, ließen es Will.I.Am (30), Apl.De.Ap (30) und Taboo (29) auf einen Versuch ankommen und baten „Fergie“ zur Produktion ihres dritten Album „Elephunk“ (2003) hinzu. Der Rest ist Geschichte. Das Quartett setzte mit Hilfe von zwei, drei Hitsingles (u.a. „Where is the love?“) und dem beachtlichen Körpereinsatz der vermeintlichen Schönheit mehr als 7,5 Millionen CDs ab.

Es ist doch immer wieder herrlich zu beobachten, wie einfach das Musikbusiness funktionieren kann, denn das Album „Elephunk“ war unterm Strich nichts anderes als eine unerträgliche Ansammlung enttäuschenden Füllmaterials. Live-Darbietungen konnte man sich gleich ganz sparen, da Fergie selbst bei ihren, lediglich auf die Refrains beschränkten Parts, große Stimmdefizite aufwies. Doch wer soviel Erfolg hat, darf auch mit einem Soloalbum prahlen, das angeblich in der Mache ist und zu bandinternen Zwistigkeiten führte. Resultat war die mehrfache Verschiebung des Nachfolgers „Monkey Business“ (Affentheater), der nun endlich Ende Mai 2005 erscheint.

„Don't phunk with my heart” ist nicht nur der Single-Vorbote, der sogleich die Charts stürmte und sich als unwiderstehlicher Ohrwurm herausstellt („No, no, no, no, don’t phunk with my heart“), sondern auch der Startschuss für 70 Minuten HipHop-Pop, der mit Latin-, Funk- und Folk-Elementen gewürzt wird. Zudem ist auch heuer wieder eine beachtliche Riege Gaststarts vertreten. So mischt bei „My style“ Justin Timberlake mit, der bereits auf „Elephunk“ ein Gastspiel gab. Produziert wurde der Titel im übrigen von Timbaland, was einer Groove-Garantie gleichkommt. „Union“ featured ein „Englishman in New York”-Sample (Sting), bei dem 6-Minuten-Song „They don't want music” singt der Godfather James Brown mit den BEP, R&B-Star John Legend unterstützt die Peas beim Track „Change the world” und „Like that”, bei dem auch noch Q-Tip, Talib Kweli und Cee-Lo mitwirken. Der surfende Singer/Songwriter Jack Johnson ist mit einer neuen Version seines Songs „Gone“ (neu: „Gone going“) vertreten und der Opener „Pump it“ basiert auf ein Sample der Surf-Gitarren-Legende Dick Dale (auch bekannt aus dem Film „Pulp Fiction“) und featured einen Auftritt des Ex-„A Tribe Called Quest“-Mitglieds Q-Tip.

Volle Starpower ist damit garantiert. Doch so recht überzeugen kann das Klanggemisch nicht. Zwar finden sich mit „Don't lie“ und „Union“ noch zwei eindeutige Single-Kandidaten auf „Monkey Business“ und im Vergleich zum Vorgänger wirkt das Songmaterialer um einiges vielseitiger und damit abwechslungsreicher, doch das war’s dann auch schon mit der Herrlichkeit. Echte Begeisterung kann nämlich auch das neue BEP-Album nicht auslösen. Dafür ist entweder der Pop zu HipHop-lastig oder der HipHop zu Pop-lastig. Für die Verkaufszahlen dürfte diese Tatschen indes vollkommen wurscht sein. Mit zwei, drei Hitsingles im Gepäck wird auch 2005 die Kasse der Peas und von A&M Records klingeln

Anspieltipps:

  • My style
  • Don’t lie
  • My humps
  • Gone going
  • Don't phunk with my heart
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