The Notorious B.I.G. - Duets: The Final Chapter - Cover
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The Notorious B.I.G. Duets: The Final Chapter


  • Label: Bad Boy Rec./WEA
  • Laufzeit: 73 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Dieses Album galt lange Zeit als Phantom der Musikbranche. Denn nachdem Christopher Wallace alias Biggie Smalls bzw. The Notorious B.I.G. am 9. März 1997 nach einem Drive-By-Shooting verstarb, kündigte sein Freund Sean Combs alias Puff Daddy bzw. P. Diddy an, den musikalischen Nachlass des schwergewichtigen Rappers in Form eines posthumen Duettalbums auf den Markt zu bringen. In freudiger Erregung kündigte Interscope/Universal, das ursprüngliche Plattenlabel von Puffy und Diddy, einen Veröffentlichungstermin an, der in der Folgezeit immer wieder verschoben wurde. Als Diddy letztendlich mit seinem „Bad Boys Records“-Label Universal verließ, dachte kaum noch einer daran, dass dieses Album jemals erscheinen würde.

Für die Notorious-B.I.G.-Fans wird das 2005er Weihnachtsfest nun um eine knappe Woche vorgezogen, denn am 16. Dezember erscheint tatsächlich „The Final Chapter“, das langerwartete Duettalbum im Vertrieb von Warner Brothers. Damit wird dem Flehen der Fans des in Brooklyn, New York geborenen Aushängeschilds von Bad Boy Records endlich nachgegeben. In 17 Tracks (plus Intro, Outro und drei Interludes) werden massenhaft Rhymes aus der Karriere von Notorious B.I.G. mit Performances vieler Gaststars und einer frischen Produktion zusammengebracht. Dazu gibt es posthume Beiträge von Bob Marley, Big Pun und 2Pac.

Schaut man sich einen Auszug der gut 40 Stars umfassenden Gästeliste (die diversen Produzenten gar nicht mitgezählt) auf „Duets: The Final Chapter“ an, wird einem das Who is Who der R&B-, Rap- und HipHop-Szene präsentiert. Als da wären: Eminem, Jay-Z, Nate Dogg, Snoop Dogg, Ludacris, The Game, R. Kelly, Akon, Fat Joe, Nelly, Missy Elliott, Nas, Mary J. Blige und Faith Evans. Für alle Künstler war es eine ganz besondere Erfahrung, mit den Aufnahmen einer Rap-Legende zu arbeiten und daraus neue, eigenständige Musik zu produzieren. Doch eventuelle Sorgen, dass mit dem Erbe von Biggie Schindluder getrieben wird, stellen sich als unbegründet heraus. Unter der Oberaufsicht von Diddy entstand ein homogenes HipHop-Album, das es mit jeder aktuellen Top-Produktion aufnehmen kann. So führt DJ Sparks in „Hold ya head“ ein Sample des Bob-Marley-Tracks „Johnny was“ mit Biggies Vocals zusammen, wogegen Eminems Produktion „It has been said“ (Featuring Diddy und Obie Trice) in die tieftönenden Bereiche des Sounds vordringt.

Als erste Single wurde der Track „Nasty girl“ ausgekoppelt. Produziert von Jazze Pha, featuret der Song Nelly, Jagged Edge, Diddy und Avery Stormm, die einen eingängigen Midtempogroover hinlegen. Die alte Kiffermütze Snoop Dogg liefert einen coolen Rap-Part in „Living the life“ ab und Havoc von Mobb Deep assimiliert in dem Track „Beef“ den Queensbridge-Sound mit dem Gangster-Flair von Biggies Vocals. Weitere Highlights des Projekts sind „Get your grind on“, das zum ersten Mal Biggie, Fat Joe und Big Pun zusammen bringt, „Living in pain“, das 2Pac, Nas und Mary J. Blige vereint und „Spit your game“, das Twista mit Krazie Bone von Bone Thugs & Harmony featuret. Ganz zum Schluss dürfen dann auch noch die Jungs von Korn ran, die mit Biggie auf „Wake up“ abrocken.

Gut Ding will weile haben. Das trifft auch auf diese Compilation zu, auf die wir so lange warten mussten. Nun liegt sie vor und wir werden nicht enttäuscht. Die versammelte Superstarriege kombiniert gekonnt die Ryhmes von Biggie mit zeitgemäßen Sounds und einer fetten Produktion. Das sollte sich kein HipHop-Fan entgehen lassen!

Anspieltipps:

  • Living in pain
  • Living the life
  • Whatchu want
  • It has been said
  • Breakin’ old habits
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