Queens Of The Stone Age - Stone Age Complications - Cover
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Queens Of The Stone Age Stone Age Complications


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 25 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Warten nervt. Warten auf den Nachfolger eines Knalleralbums wie „Songs For The Deaf“ von den Queens Of The Stone Age noch viel mehr. Das weiß auch Band-Boss Josh Homme und bringt flugs eine kleine B-Seiten- und Raritätensammlung auf den Markt. Doch das nervt noch viel mehr, denn das Ding namens „Stone Age Complications“ ist lediglich in den USA zu bekommen und auch dort, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, nur mit einigen Schwierigkeiten aufzutreiben. Gut, wenn man für so einen Fall Beziehungen hat. Dann lässt sich auch diese Nadel im Heuhaufen besorgen und für die breite Masse rezensieren, damit ein jeder einschätzen kann, ob ein teurer Import-Erwerb Sinn macht.

Hier die Details: „Stone Age Complications“ beinhaltet insgesamt sechs Songs, davon drei Coverversionen, einen Remix und zwei originalgetreue QOTSA-Tracks. Mit einer Spielzeit von knapp 25 Minuten wird gerade so eine halbe Albumlänge erreicht. Es handelt sich also eher um ein klassisches EP- als um ein Album-Format. Als Coverversionen fahren die Wüstenrocker einen derben Garagen-Rocker von den Subhumanz („Wake of screaming“), eine beatlastige Adaption des Kinks-Songs „Who’ll be the next in line“, sowie einen reinrassigen Garagen-Punk („Most exalted potentate of love“) der legendären Cramps auf. Die Soundtüftler von Unkle präsentieren einen technoiden „No one knows“-Remix (im Original vom „Songs For The Deaf“-Album) mit einer Mischung aus Ambient- und „Drum and Bass“-Klängen, während die Queens Of The Stone Age mit „Born to hula“ und „The bronze“ zwei Frühwerke aus ihrer Schatzkammer holen.

Einen wirklichen Pflichtkauf gibt diese Zusammenstellung nicht ab. Hier sollte wohl einfach ein Lebenszeichen abgegeben werden, mit dem ganz nebenbei der eine oder andere Dollar in die Kassen von Band und Plattenfirma gespült wird. Einen Anhaltspunkt, wie die Queens den Rausschmiss von Bassisten-Weirdo Nick Oliveri künstlerisch verkraftet haben, kann das Album auch nicht geben. Deshalb ist „Stone Age Complications“ lediglich eine Anschaffung für beinharte QOTSA-Fans, die alles von ihren Idolen im Regal haben wollen.

Anspieltipps:

  • The bronze
  • Wake of screaming
  • Most exalted potentate of love
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