The Butterfly Effect - Begins Here - Cover
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The Butterfly Effect Begins Here


  • Label: Modern Music/SONY
  • Laufzeit: 46 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Informationen sind rar und haben den weiten Weg von Australien nach Europa noch nicht gefunden. Doch fast ein Jahr nach Veröffentlichung ihres Debütalbums „Begins Here“ in der australischen Heimat, wollen The Butterfly Effect nun auch die europäischen Charts knacken. Das Quartett Clint Boge (Vocals), Ben Hall (Drums), Glenn Esmond (Bass) und Kurt Goedhart (Gitarre) hat seine Wurzeln in der lokalen Hard-Rock-Szene von Brisbane, aus der es mit der Veröffentlichung der ersten, selbstbetitelten EP im Jahr 2001 entwuchs.

Schnell entwickelte man sich vom Geheimtipp zu einer landesweit agierenden Rockband, die das Interesse der großen Plattenfirmen auf sich zog. Im Mai 2002 unterschrieben The Butterfly Effect einen Deal mit Modern Music (im Vertrieb von Sony Music) und ein Vierteljahr später ging es bereits in die Music Studios in Brisbane, wo man bis April 2003 zusammen mit Produzent Dave Leonard (Ace Of Base, Barenaked Ladies, The Bangles, Hootie & The Blowfish, John Mellencamp, Rush) das Erstlingswerk „Begins Here“ einspielte. Dieses debütierte auf Platz 23 der australischen Album-Charts und hält sich noch immer, 11 Monate nach Veröffentlichung, in den Top 100. Der australische Rolling Stone kürte die CD gar zu einer der 50 besten des Jahres 2003. Wahrlich gute Voraussetzungen, um nun auch in der alten Welt durchzustarten.

Dieses tun die Jungs aus „Down Under“ mit atmosphärisch angehauchtem Heavy Rock, der sich in der großen Metal-, Emo- und Nu-Rock-Kiste bedient, aber trotzdem relativ eigenständig, mit kraftvollen Metal-Riffs und einer energiegeladenen Stimme von Clint Boge, rüberkommt. Als Referenzen für das fett produzierte Songmaterial taugen Bands wie Pantera, Tool und Finger Eleven. Doch The Butterfly Effect rocken nicht nur bis der Arzt kommt. Die Band streut hin und wieder etwas softere Stücke ein („Always“), die fürs Radio vielleicht noch einen Tick zu hart sind, aber durchaus ein Händchen für eingängige Melodien und modernes Songwriting erkennen lassen.

So richtig zünden können die zehn Songs (plus drei Interludes) auf „Begins Here“ allerdings nicht. Dazu fehlt einfach der entscheidende Kick eines alles überragenden Songs oder die Geschlossenheit eines ganz besonderen Sounds. Unterm Strich mag das für ein Debütalbum ganz okay sein. Schließlich erhält der Käufer der europäischen Version zusätzlich drei Videoclips zu den Songs „Crave, „One second of insanity“ und „Beautiful mine“. Aber mehr als eine Randnotiz wird für „Begins Here“ in Europa wohl nicht drin sein.

Anspieltipps:

  • Consequence
  • Filling silence
  • Without wings
  • One second of insanity
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