Laith Al-Deen - Die Frage Wie - Cover
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Laith Al-Deen Die Frage Wie


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 47 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

„Die Frage wie“ zeigt Laith Al-Deen genauso, wie ihn seine Fans hören wollen.

Laith Al-Deen hat sich in Deutschland durch harte Arbeit einen sehr guten Ruf als Sänger erarbeitet. Mit jedem seiner Alben konnte der Halbiraker aus Mannheim ein paar Tausend Fans dazugewinnen. Angefangen bei „Ich will nur Wissen“ (2000) über „Melomanie“ (2002) bis hin zu „Für alle“ (2004), das mit fast 500.000 verkauften Einheiten als endgültiger, kommerzieller Durchbruch gewertet werden kann. Als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk präsentierte das Zugpferd des Schallbau-Produzententeams (Steffen Britzke, Matthias Hoffmann und Ralf Hildenbeutel) vor genau einem Jahr sein erstes Live-Album, dem jetzt Studioalbum Nummer vier folgt.

„Die Frage wie“ zeigt Laith Al-Deen genauso, wie ihn seine Fans hören wollen. Mit unverwechselbarer Stimme präsentiert er elf neue Songs mit poetischen Texten und leicht verdaulichen Soul-Pop-Melodien, die äußerst geschickt auf dem schmalen Pfad zwischen Kunst und Kommerz wandeln. Zentrales Thema ist natürlich die Liebe in allen Facetten des menschlichen Lebens – ein unerschöpfliches Thema, bei dessen Bewältigung sehr schnell die Gefahr eines Titels wie „Schmusesänger“ besteht. Doch wer Laith Al-Deen schon einmal auf der Bühne erleben durfte, weiß, dass dem nicht so ist. Dazu tragen auch hymnische Songs wie „Ruhe“ und die erste Singleauskopplung „Leb den Tag“ bei, die nahtlos an frühere Singlehits wie „Alles an dir“ anknüpfen. Die Songs haben zumindest soviel Power, dass Vorwürfe wie „Schlageronkel“ ins Reich der Fabeln gehören.

Bis auf wenige Ausnahmen („Sag mit, dass du es bist“, „Warten und schweigen“) sind die Tracks auf „Die Frage wie“ perfekter, deutschsprachiger Pop, der mit interessanten Arrangements zu überzeugen weiß. Überraschungen sind dabei zwar selten, fallen dadurch aber besser auf. So kommt „Halt mich“ als schleppender Bluesrock daher, „Liebe“ ist eine sphärische Vertonung des gleichnamigen Hermann-Hesse-Gedichts mit verfremdeten Sounds und „Damit ich wieder schlafen kann“ gefällt als deutsch-arabische Liebesgeschichte im orientalischen Soundgewand, die in Zusammenarbeit mit dem marokkanischen Sänger Kili Et Houssaine entstand.

Das reicht wieder mal für ein solides Popalbum, bei dem die zahlreichen Laith-Al-Deen-Fans locker auf ihre Kosten kommen.

Anspieltipps:

  • Halt mich
  • Leb den Tag
  • Die Frage wie
  • Tage fallen wie Blätter
  • Damit ich wieder schlafen kann
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