JoJo - JoJo - Cover
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JoJo JoJo


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 59 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Alles in allem hat JoJo mit ihren 13 Jahren noch alle Zeit der Welt, in den nächsten Jahren ihr vorhandenes Talent in weitaus bessere Alben zu investieren.

Christina Aguilera war 19, Britney Spears 18 und Avril Lavigne 17 - JoJo ist gerade mal 13 Jahre alt und bring nun nach ihrer ersten Hit-Single „Leave (Get out)“ ihr Debütalbum, das schlicht ihren Namen trägt und sich der Mischung aus Pop und RnB verschrieben hat, auf den Markt. Joanna Levesque, kurz JoJo, wuchs in eher ärmlichen Verhältnissen im Umland von Boston, Massachusetts auf. Ihre Mutter, eine ausgebildete Musical- und Kirchensängerin, übte zu Hause Arien, während JoJo zusah, zuhörte und lernte. Schnell versuchte JoJo, ihrer Mutter nachzusingen, genauso wie alles, was sie aus dem heimeligen CD-Player hörte: meistens war das Aretha Franklin, Ella Fitzgerald, Whitney Houston und Etta James. Schon sehr früh begann sie sich das Singen selbst beizubringen und alles, was sie hörte in eigenen und eigenwilligen Stil zu interpretieren. Das blieb auch den einflussreichen Drahtziehern des amerikanischen Musikgeschäftes nicht verborgen und so erhielt JoJo schon im zarten Alter von 13 Jahren ihren ersten Plattenvertrag.

Ihre erste Single „Leave (Get out)“ schlug in den USA ein wie eine Bombe und erklomm die Billbord Charts im Handumdrehen. Seit Mitte Juli steht nun auch ihr gleichnamiges Debütalbum „JoJo“ in den Regalen und bietet einen durchaus gelungenen Mix aus Pop- und R&B-Klängen. Produziert wurde das Ganze von niemand geringeren als dem Onkel der verstorbenen R&B-Künstlerin Aalyah, der sie übrigens als erste weiße Künstlerin bei sich unter Vertrag nahm. Im Gegensatz zu vielen anderen Teenie-Sternchen schrieb JoJo sogar einige Songs auf dem Album selbst. Die Zielgruppe des Albums bleibt dann aber trotzdem fürs erste die jüngere Generation zwischen 11 und 16, die sich nicht nur mit der Musik sondern vielleicht auch mit der Person JoJo identifizieren kann. Den Songtexten fehlt es noch an dem gewissen Tiefgang, der die Songs auch für die breitere Masse ansprechend machen könnte. Zwar ist es bei weitem nicht dieser 0815-Popschrott wie man ihn zurzeit von etlichen Casting-Bands und -Künstlern geboten bekommt, trotzdem ist da noch eine ganze Menge dran zu feilen. Da das Talent aber definitiv gegeben ist, dürfte es also kein Problem sein, in den nächsten Jahren da was Positives draus zu machen.

Von den tanzbaren Stücken auf dem Album sind zum einen „Leave (Get out)“ und zum anderen „Yes or No“ zu empfehlen. „The happy song“ und „Keep on kepin’ on“ gehören dagegen eher zu den besseren ruhigeren, gemütvolleren Stücken. Alles in allem hat JoJo mit ihren 13 Jahren noch alle Zeit der Welt, in den nächsten Jahren ihr vorhandenes Talent in weitaus bessere Alben zu investieren als es bei ihrem zwar recht gelungenem, aber keinesfalls starkem Debütalbum der Fall ist.

Anspieltipps:

  • The happy song
  • Leave (Get out)
  • Keep on kepin’ on
  • Yes or no
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