Maroon 5 - 1.22.03. Acoustic - Cover
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Maroon 5 1.22.03. Acoustic


  • Label: J Records/BMG
  • Laufzeit: 29 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Shouter Adam Levine, eigentlich als Schmusesänger bekannt, brüllt sich die Seele aus dem Leib und gibt einen Bon Scott unter Starkstrom.

Dass sich Maroon 5 innerhalb kürzester Zeit zu einer der angesagtesten Bands auf dem Globus mausern würden, war kaum abzusehen. Dafür ist der Band Respekt zu zollen, schließlich haben Adam Levine (Vocals, Gitarre), James Valentine (Gitarre), Jesse Carmichael (Piano), Mickey Madden (Bass) und Ryan Dusick (Drums) hart für ihren Erfolg gearbeitet und sich den Allerwertesten abgetourt. Inzwischen wurden von dem ursprünglich im Juni 2002 veröffentlichten Debütalbum „Songs About Jane“ zwei Millionen Einheiten abgesetzt – und ein Ende ist nicht in Sicht.

Ein Erfolg, der sich in diesen rauen Zeiten wie ein Märchen liest, aber kaum den Schnarchnasen der deutschen Plattenfirma (BMG) von Maroon 5 gutzuschreiben ist. Man darf deshalb gespannt sein, wer von den Damen und Herren den kürzlich genehmigten Zusammenschluss mit Sony Music überleben wird. Bis dahin bedankt sich die in Los Angeles ansässige Band bei ihren Fans mit der EP „1.22.03. Acoustic“, die die Essenz ihres ersten Studioalbums, ergänzt um zwei Coverversionen bietet. In Zahlen sind dies sieben Songs, darunter die Hitsingles „This love“ und „Harder to breathe“, sowie der wohl beste Song von „Songs About Jane“, „She will be loved“. Dazu kommen „Sunday morning“ und „The sun“, das Beatles-Stück „If I fell (in love with you)“ und eine krachende AC/DC-Adaption („Highway to hell“ – Live from Hamburg, Germany).

Sechs Nummern wurden „unplugged“ als Acoustic-Set am 22. Januar 2003 in der Hit Factory, New York aufgezeichnet und gewinnen in den entschlackten Versionen deutlich an Format und Seele. „Stripped to the bone“ entfachen die Maroon-5-Songs echte, akustische Konzertatmosphäre, die auch mehr als zehn Jahre nach Erfindung des „Unplugged“-Formats nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt hat. Komplexe Songs, die auf das Wesentliche reduziert wurden, erstrahlen dadurch in ganz neuem Glanz. Doch der eigentliche Knaller auf „1.22.03. Acoustic“ ist der nicht akustische Bonustrack. Bei einem Konzert von Maroon 5 in Hamburg vom NDR aufgezeichnet, kommt das AC/DC-Cover „Highway to hell“ als echte Überraschung daher.

Shouter Adam Levine, eigentlich als Schmusesänger bekannt, brüllt sich die Seele aus dem Leib und gibt einen Bon Scott unter Starkstrom. Nach anfänglichem Staunen, löst dies spätestens nach dem ersten Refrain ein breites Grinsen aus, bei dem der geneigte Hörer besser nicht beobachtet werden sollte. Allein durch die Zugabe rehabilitieren sich die als Weichspüler bekannten Maroon 5 auf ganz Linie. Herr Levine, Angus Young wäre stolz auf sie! Allein dieser Song ist es wert, diese EP zu kaufen.

Anspieltipps:

  • Harder to breathe
  • She will be loved
  • Highway to hell
  • This love
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