Lil Scrappy And Trillville - The King Of Crunk And BME Recordings Present... - Cover
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Lil Scrappy And Trillville The King Of Crunk And BME Recordings Present...


  • Label: BME Recordings/Warner Bros.
  • Laufzeit: 65 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Amerikanische Süden macht mobil - Heavy Bass, Hard Drums und Stoff, der die Häuserblocks beben lässt: Crunk - das neue Ding in den Staaten, für den Rap das, was der Hardcore-Metal für den Rock. Mastermind in dieser Hinsicht ist Atlanta-Homeboy Lil Jon, der mit seinem Track „Get Low“ auch die deutschen Sales-Charts aufmischte und nun mit Trillville & Lil Scrappy zwei Zugpferde seines Label BME Recordings auf den deutschen Markt loslässt.

Lil John, Undergound DJ und ehemaliger A&R für Jermaine Dupris’ Label „SoSo Def“, hat sich nie auf seinen Lorbeeren ausgeruht, stattdessen zog er los, um den Crunk-Style in die Welt zu tragen. Sein Label BME zog er selbst auf, als Mastermind, Director und A&R himself. Einer, der es wissen muss, weil er vom selben Boden stammt, von dem der Atlanta-HipHop sich nährt. Dieser Tatsache verdanken wir ein grandioses Doppelalbum im wahrsten Sinne: Keine zwei CDs, aber zwei vollwertige CDs auf einer Scheibe, die uns eine kleine Lektion aus Atlanta erteilen: Trillville & Lil Scrappy – aus dem Underground gekommen und Lil John mit ihrem Willen und ihrer unbeugsamen Energie überzeugt.

Lil Scrappy fiel dem BME-Team auf einem School-Concert auf, als 2000 Aficionados seinen First-Time-Hit „Head Bussa” mitshouteten: We some Head Bussas! We some Head Bussas! „Ein Head Bussa ist jemand, der frisch ist. Clean. Wenn du besser aussiehst als alle andern, wenn deine Rhymes besser sind als die von allen andern, so wie meine, dann bist Du ein Head Bussa.“ sagt Lil Scrappy. Und die Kids springen drauf an. In der gesamten Region des US-amerikanischen Südens gingen seine Tracks durchs Radio und er selbst feuerte seine Salven von den Bühnen. Trillville ist eine andere Geschichte, aber dieselbe Härte im Sound. Ihr Motto: Keepin it trill! „Wir haben Trillville gestartet, weil jeder so unwahrscheinlich real war. Und dann haben wir uns gesagt: Gut, sind wir eben dreimal so real, und das eben ist trill“, so spricht Don P(eezy). Trillville sind Don P., Dirty Mouth und LA aka Lil Atlanta. Und weil sie ihr Zeug strikt trill hielten, wurde Lil Jon auf sie aufmerksam, der sie nach einigen Konzerten unter seine Fittiche nahm.

Das Können beider Acts kann man nun seit Ende Juli auch in Deutschland auf dem genannten „Doppelalbum“ genießen. Man sollte dabei aber einige Dinge beachten: 1. Sollte man mindesten generell eine Vorliebe für HipHop Musik besitzen, 2. Sollte man auch eine gewisse Sympathie für den Sound von Lil Jon haben und 3. Auf harte, rohe Beats gepaart mit eher düsterem, gar mysteriösem Ambiente stehen. Wenn man diese drei Punkte positiv zur Kenntnis nimmt, kann man sich das Album getrost zulegen, für alle anderen sei gesagt, dass es auf jeden Fall bessere Rap-Alben zu kaufen gibt.

Anspieltipps:

  • Neva Eva’
  • Crank It
  • Head Bussa
  • Be Real
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