Hellfueled - Volume One - Cover
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Hellfueled Volume One


  • Label: Black Lodge/ROUGH TRADE
  • Laufzeit: 39 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Kneif mich mal einer! Ist hier aus Versehen eine verschollene Ozzy-Osbourne-Platte in die CD-Box gerutscht oder sind die vier Schweden von Hellfueled einfach nur dreiste Plagiatoren? Wer es selber nicht gehört hat, wird es kaum glauben: Sänger Andy Alkman klingt so unverschämt nach Madman Ozzy, dass ein Unterschied kaum herauszuhören ist. Wenn dann auch noch Gitarrero Jocke Lundgren den markanten Sound von Osbourne Axeman Zakk Wylde bis ins geniale Detail kopiert, steht der Reinkarnation der goldenen Zeit des Heavy Metal nichts mehr im Weg.

Andy Alkman (Vocals), Jocke Lundgren (Gitarre), Kent Svensson (Drums) und Henke Lönn (Bass) aus dem schwedischen Dorf Huskvarna sind die Überraschungsnewcomer der Heavy Metal Saison 2004. Nach sieben Demo-Produktionen, konnte die 1998 gegründete Band im letzten Jahr endlich den verdienten Lohn eines Plattenvertrages beim Label Black Lodge einfahren. Dieses ermöglichte die Aufnahme des Debütalbums „Volume One“ im renommierten Fredman Studio in Göteborg. Als Produzenten konnten Fredrik Nordström (In Flames, The Haunted, Hammerfall, At The Gates) und Patrik J. Sten (Darkest Hour, Dimmu Borgir, Soilwork) verpflichtetet werden. Die beiden alten Hasen zauberten dem Quartett einen amtlichen Sound auf den Leib, der jederzeit druckvoll aus den Boxen knallt.

Elf Songs haben Hellfueled für ihr Debüt eingespielt. Elf Songs, die knüppelhart durch das Unterholz brettern, textlich kein Metal-Klischee auslassen (aber was macht das schon?) und in jeder Sekunde den Geist einer Osbourne/Wylde-Produktion atmen. Andy Alkman benutzt dieselbe nasale Tonlage wie Ozzy, zieht die Wörter auf dieselbe Art und Weise in die Läge und gibt somit ein perfektes Abbild des Madman ab. Jocke Lundgren hat sich einige effektvolle Details bei Black-Label-Society-Vorsteher Zakk Wylde abgeschaut. Seine Gitarrenarbeit klingt kraftvoll, aber nicht überpräsent, und setzt auf dieselben, quietschenden Guitar-Lines wie der Meister. Das Ganze hat nur einen kleinen, aber entscheidenden Unterschied: Der Härtegrad der Schweden ist um einiges höher, als beim „Fuckin’ Prince of Darkness“.

Also, liebe Metal-Gemeinde, öffnet euch ein paar gepflegte Gerstenkaltschalen und lasst die Matte zu 39 Minuten perfekter Ozzy-Imitation fliegen. Denn so gut wie „Volume One“ war eine Platte von Mr. Osbourne schon lange nicht mehr. Vielleicht könnte es „No More Tears“ (1991) mit den Schweden aufnehmen. Allerdings verzichten diese gänzlich auf Balladen, ohne die Ozzy schon längst nur noch als Hampelmann in einer Reality-Soap wahrgenommen werden würde.

Anspieltipps:

  • Eternal
  • Let me out
  • Live my life
  • Midnight lady
  • Someone lives inside
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