A*Teens - Greatest Hits - Cover
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A*Teens Greatest Hits


  • Label: Stockholm Records/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 55 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit über vier Millionen verkauften Tonträgern zählen die A-Teens zu den erfolgreichsten Teenie-Acts der letzten Jahre. Doch irgendwie sieht in diesen Tagen alles nach Abschied aus. Aus den vier Teenagern Marie Serneholt, Sara Lumholdt, Dhani Lennevald und Amit Paul sind junge Erwachsene geworden. Die Identifikation zwischen Band und ursprünglicher Zielgruppe beginnt langsam aber sicher zu bröckeln. Angestrebte Verkaufszahlen bleiben immer öfter hinter den Erwartungen zurück. Alles eindeutige Zeichen. Also was tun...? Es scheint nur eine Lösung zu geben: Wenn alle Beteiligten vernünftig sind, schließen sie jetzt die Bücher und beenden das Kapital „A-Teens“.

Blanke Theorie? Zu pessimistisch gedacht? Fakt ist, dass es unter den A-Teens-Fans seit geraumer Zeit rumort. In Europa zeigte die Band in der letzten Zeit nur noch in ihrer schwedischen Heimat Präsenz. Die amerikanischen Charts zu knacken, war das Ziel der vergangenen Jahre. Dieser Plan ging aber nur bedingt auf. Und jetzt folgt ein „Greatest Hits“-Album mit mehr als eindeutigen Statements im Booklet und so viel sagenden Bonustracks wie „The final cut“. Machen wir uns nichts vor: Das war’s! Deshalb sollten alle Fans das (finale?) Album der sympathischen Schweden genießen.

A-Teens – „Greatest Hits“, das sind insgesamt 16 Songs, davon drei neue Tracks („I promised myself“, „With or without you“, „The final cut“) und 13 Evergreens aus knapp sechs Jahren Bandgeschichte. Sprich: Alle Hits aus den Alben „The ABBA Generation“ (1999), „Teen Spirit“ (2001), „Pop ’Til You Drop!“ (2002) und „New Arrival“ (2003), plus drei potenzielle neue Singleauskopplungen, als vermeintlicher Kaufanreiz. Doch was ist das? Die Songs „The final cut“ und „With or without you“ kommen als schwer groovende R&B-Tracks daher, die im ersten Moment nicht auf die A-Teens schließen lassen. Erst beim Refrain sind Parallelen zum bisherigen Oeuvre der Vier zu erkennen. Nicht übel! Hier ist eine deutliche Weiterentwicklung feststellbar. Auf diese Weise ließe sich vielleicht doch noch etwas auf dem amerikanischen Markt ausrichten. „I promised myself“ (eine Coverversion des alten Nick-Kamen-Klassikers) ist dagegen mehr auf den europäischen Markt zugeschnitten. Einfache Beats, kombiniert mit einer simplen Melodie, fertig ist der Radio-Hit.

Unterm Strich bedeuten die größten Hits der Schweden ein Album ganz ohne Füllmaterial, was für uneingeschränkten Teen-Pop-Genuss steht. Damit hat diese CD den Studioalben durchaus etwas voraus. Und wenn es nur ein Wiederhören mit den ABBA-Klassikern aus der Frühphase der A-Teens ist.

Anspieltipps:

  • Sugar rush
  • A perfect match
  • Heartbreak lullaby
  • Halfway around the world
  • Gimme gimme gimme (A man after midnight)
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