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Aloud Aloud


  • Label: Open Sky Music
  • Laufzeit: 48 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Vive la France – Die Jungs von Aloud kommen! Aloud: Das sind Cyril und Greg vom 17. Bezirk in Paris, geboren und aufgewachsen in der Französischen Hauptstadt. Zu ihrem Freundeskreis gehören Musikgrößen wie Daft Punk, Modjo und Buffalo Bunch sowie ein Haufen anderer Musikenthusiasten des Landes. Ihr erstes Album, das schlicht ihren Namen trägt, ist in Großbritannien bereits ein großer Erfolg - mit herausragenden Interviews und Reviews in Magazinen wie „The Face“, „Music Week“, „Mix Mag“ und „IDJ“. Und auch ihrer ersten Single „Sex and Sun“ wird von John Peel (Radio One), Pete Tong, Judge Jules und anderen große Beachtung geschenkt. Ab Ende August steht das Debütalbum der beiden Pariser Soundtüftler dann auch endlich in den deutschen CD-Regalen.

„Das Konzept des Albums basiert auf dem Leben der fiktiven Gestalt Bob O’Lean” erklärt Cyril. „Es beginnt mit „Wild Open“, ein unbeschriebenes Blatt, ein neues Leben, offen für alles. „Nevermind“ ist das Stadium des jugendlichen Aufstandes, der Rebellion. „Sex and Sun“ steht für die sorgenfreien frühen Zwanziger” fährt er fort. “Von dort geht es geradewegs zu „Sex and Sun Part II“ mit einer Menge unheimlichem Geflüster im Hintergrund, um die beginnende Paranoia und den Anfang der Verrücktheit zu symbolisieren. Jeder wünscht sich Sex und Sonne, aber früher oder später brennen dir die Flügel. Wie ich schon sagte, ist Bob O’Lean unsere zentrale Figur und dieser Typ verliert seinen Verstand, weil er dachte er hätte alles und dann feststellte, dass etwas Entscheidendes fehlt.”

„Rocky“ ist der Track auf dem Album, der den Kampf von Bob O’Lean mit sich selbst und seiner Paranoia beschreibt. Er versucht, sein Heil in der Gewalttätigkeit zu finden. Bei „Undersea“ angekommen, geht er buchstäblich darin unter und erliegt seiner Verrücktheit. In „Lost Angeles“ versucht er seine Wurzeln zu entdecken und reist von Stadt zu Stadt, bevor er schließlich sich und seinen Grund zu leben findet. Der ist selbstverständlich „Musique“ - er findet sich in der Musik. Der letzte Track heißt „Show Off“. Er baut sich kontinuierlich auf bis er ganz plötzlich endet – das Leben geht weiter.” erklärt Cyril.

Dabei war dieses Konzept für das Album, die Lebensgeschichte eines Typen zu schreiben, nicht von Anfang an klar vorgegeben. Jeder Song entstand für sich alleine und fügte sich am Ende zu einem Ganzen zusammen – wie durch Magie. Musikalisch halten sich Aloud stark an ihre oben genannten Freunde und so entsteht der typische French House Charakter – soulige Stimme zu harmonierender elektronischer Musik. Dabei wechseln sich die ruhigeren Stücke mit den schnelleren, tanzbaren Tracks ab – ein abwechslungsreiches Album entsteht.

Für all diejenigen die schon Platten von Daft Punk, Modjo, Galleon oder den Dax Riders im heimischen Schrank stehen haben, können sich getrost auch das Album von Aloud zulegen. Aber auch die, die Lust auf eine abwechslungsreiche, sprich tanzbare und gemütvolle CD zugleich haben, sind mit „Aloud“ bestens bedient.

Anspieltipps:

  • Sex & Sun Part II
  • Nevermind
  • Lost Angeles
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