Soundtrack - King Arthur - Cover
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Soundtrack King Arthur


  • Label: Hollywood Records/WEA
  • Laufzeit: 57 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn die Kinobesucher von der Bildgewalt eines Films schier erschlagen werden, darf der Soundtrack natürlich nicht zurückstehen. Denn erst durch das perfekte Zusammenspiel von Bild und Ton wird ein Film zu einem wahren Ereignis. Für diese Aufgaben gibt es diverse Spezialsten. Doch in ganz besonderen Fällen ruft man in Hollywood den deutschen Filmmusikkomponisten Hans Zimmer, der für seine gewaltigen Scores bekannt ist („Gladiator“, „Rain Man“, „König der Löwen“, „Last Samurai“). Für die Jerry-Bruckheimer-Produktion „King Arthur“ (deutscher Kinostart: 19.08.04), unter der Führung von Antoine Fuqua (Regisseur des unterschätzten Polizisten-Dramas „Training Day“), war es wieder mal soweit.

Bruckheimer präsentiert mit „King Arthur“ eine umstrittene Neuinterpretation der mittelalterlichen „Mantel und Degen“-Sage um König Arthus. Echte Begeisterung kam bei Presse und Publikum allerdings nicht auf. Denn unterm Strich liefert auch der thematische Nachfolger zu „Der erste Ritter“ nichts Neues: Nach dem Zerfall des Römischen Reiches herrscht in England Anarchie. Seit Jahren befinden sich die Ritter des Landes im Kampf um die Territorien. Als die barbarischen Sachsen in das Land einfallen und Krieg ausbricht, folgt eine Zeit des Aufruhrs und der Verwüstung. Ein Mann jedoch scheint alle wieder vereinen zu können. Gemeinsam mit den Rittern der Tafelrunde, der zukünftigen Königin Guinevere (Keira Knightley), dem Mentor Merlin (Stephen Dillane) und dem tapferen Krieger Lancelot (Ioan Gruffudd) ist der große Heeresführer Arthur (Clive Owen) entschlossen, der Gewaltherrschaft ein Ende zu setzen und England zu retten.

Für dieses actiongeladene Spektakel mit vielen Massenkampfszenen liefert Oscar-Preisträger Hans Zimmer einen stimmungsgeladenen Score ab, zu dem sich mit „Tell me now (what you see)“ von Moya Brennan (Sängerin der irischen Band Clannad und Schwester der Sängerin Enya) ein Titel gesellt, der in Gemeinschaftsarbeit mit Trevor Horn (Frankie Goes To Hollywood, Tatu) entstand und als lupenreines Enya-Plagiat durchgeht: ätherisch, dramatisch, nicht von dieser Welt. Die übrigen Album-Tracks wurden in London, in den Air Lyndhurst und den altehrwürdigen Abbey Road Studios eingespielt und zeigen Hans-Zimmer-Musik von ihrer besten Seite. Kraftvoll, dynamisch und mit der für das Thema erforderlichen Düsterkeit. Aus diesem Grund sollte man den „King Arthur“-Soundtrack auch mit der entsprechenden Kinosaal-Lautstärke genießen, damit die gigantischen Kompositionen ihre ganze Wucht entfalten können.

Hans Zimmers Score zieht wie ein unheilvolles Unwetter über den Hörer hinweg und erreicht genau das Ziel, das sich jeder Soundtrack-Komponist auf die Sollliste schreibt: Mit der Musik Bilder im Kopf erzeugen, die das Geschehen auf der Leinwand in Erinnerung rufen und darüber hinaus als eigenständiges Werk funktionieren. Dies vermag Hans Zimmer mit seinem „King Arthur“ Original Score problemlos auf die Beine zu stellen, weshalb das Werk als Pflichtkauf für Soundtrack-Liebhaber gelten sollte.

Anspieltipps:

  • Woad to ruin
  • Do you think I’m saxon?
  • Moya Brennan - „Tell me now (what you see)“
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