Xzibit - Weapons Of Mass Destruction - Cover
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Xzibit Weapons Of Mass Destruction


  • Label: Columbia/SONY
  • Laufzeit: 59 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Schon mit seiner ersten Single „Paparazzi” (1996) schießt Alvin Nathaniel Joiner, alias Xzibit weltweit an die Spitze der Charts. Dennoch bedarf es einiger Jahre und vier Alben, bis er sich endgültig als vollwertiger Westcoast-Rapper durchgesetzt hat. Xzibit wurde 1974 in Detroit geboren, zieht mit neun Jahren nach New Mexico und mit 17 nach Los Angeles. Bereits als junger Teenager interessiert er sich für HipHop und Rap, doch erst in L.A. steigt er in die Szene ein und wird Mitglied der Likwit Crew. 1996 veröffentlicht er sein erstes Album „At The Speed Of Life“. Die Mischung aus smoothen Westcoast Grooves und Hardcore Raps findet schnell Fans, aber nicht viele Käufer. Nur langsam arbeitet er sich mit „40 Dayz & 40 Nightz“ (1998), „Restless“ (2000) und „Man Vs. Machine“ (2002) in den Platin-Bereich vor und avanciert zum gefragten Kollaborationspartner (Snoop Dogg, Dr. Dre, Tony Touch, Prince Paul, Kurupt, Eminem).

Am Ende bedurfte es einer Kult-Show auf MTV („Pimp My Ride“), die Xzibit weltweit so bekannt machte, dass ein Run auf sein neuestes Album „Weapons Of Mass Destruction“ einsetzte. Außerdem ist die Westcoast-Szene mit der Zeit sehr überschaubar geworden und nur noch wenige große Acts teilen sich den Markt. Da sollte auch für das Schwergewicht aus Detroit etwas hängen bleiben. Mit 16 freshen Tunes und weit aus weniger Promienz als auf den Vorgängern wartet „Mr. X to the Z“ auf seinem fünften Album auf. Lediglich Strong Arm Steady, Jelly Roll, Keri Hilson und Busta Rhymes gehen dem Hummer-2-Fahrer auf der CD zur Hand. Das muss reichen.

Ähnlich wie Kollege Eminem auf seinem aktuellen Werk „Encore“, hält sich Xzibit politisch nicht zurück und nimmt in diversen Texten und mit seiner Attitüde deutlich Stellung zum Geschehen in den USA. Dass Präsident George W. Bush auch bei ihm nicht gut wegkommt, wundert niemanden. So wird das Album mit einer Rede des Kriegsführers aus Texas eröffnet („State of the union“), die in eine Sammlung fett groovender Tracks wie „Lax“, „Cold world“ und „Saturday night live“ mündet. Dabei lässt Xzibit eine Weiterentwicklung in Sachen Sound und Rhymes erkennen, die das vorliegende Album von der breiten Masse der Gangsta-Rap-Veröffentlichungen abhebt.

X hält sich im Gegensatz zu Snoop Dogg auf „Rhythm & Gangsta“ weitgehend mit genreerweiternden Sounds zurück („Judgement day“ greift z.B. ein Sample des Dave-Mason-Songs „It can’t make any difference to me“ auf) und arbeitet vorrangig mit Gangsta-Raps im Tiefbassbereich („Criminal set“, „Hey now“, „Ride or die“). Doch diese Konsequenz zahlt sich am Ende aus. „Weapons Of Mass Destruction“ ist ein durch die Bank brauchbares Hardcore-Rap-Album, das in „Tough guy“ (Feat. Busta Rhymes) einen würdigen Höhepunkt findet.

Anspieltipps:

  • Lax
  • Tough guy
  • Cold world
  • Criminal set
  • Muthafucka
  • Judgement day
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