Creed - Greatest Hits - Cover
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Creed Greatest Hits


  • Label: Epic/SonyBMG
  • Laufzeit: 63 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach acht Jahren gemeinsamer Musikkarriere und drei sehr erfolgreichen Alben, kommt es zur Trennung des Quartetts aus den USA, was im Juni 2004 offiziell wird. Damit wird „Weathered“ zu ihrem letzten Album und die danach erschienene „Greatest Hits“-CD zu ihrem Vermächtnis.

2002 wird Leadsänger Scott Stapp in einen Autounfall verwickelt, bei dem er sich verletzt. Einige Termine müssen abgesagt werden, glücklicherweise erholt er sich aber schnell. Danach gab es eine längere Pause für Creed, in der es schon einige Trennungsgerüchte gab. Gitarrist Tremonti erklärt daraufhin in einem Interview, dass es zwischen ihm und dem Sänger Stapp schon seit längerer Zeit immer wieder zu persönlichen und künstlerischen Differenzen gekommen ist und sie daher beschlossen haben, Soloprojekte zu starten. Tremonti, Marshall und Phillips haben mittlerweile ein eigenes Bandprojekt namens Alter Bridge, Scott Stapp arbeitet neben einem Soloalbum mit der kanadischen Band The Tea Party zusammen.

Auf „Greatest Hits“ hat die Band versucht ihre besten Stücke auf einer CD zusammenzufassen, ob ihnen das gelungen ist, sei erst mal dahingestellt. Was die Songs betrifft, die sie von ihrem ersten Album „My Own Prison“ ausgewählt haben, kann man behaupten, dass sie damit einen Volltreffer gelandet haben. „Torn“ ist die erste Nummer auf ihrem Debütalbum, „What's this Life for“ ihre erste Single und sowohl „One“ als auch „My own prison“ gehören zu den Top-Songs auf diesem Album.

Creed sind bei der Anordnung ihrer Songs auf „Greatest Hits“ chronologisch vorgegangen, also folgen nun die Lieder von ihrem zweitem Album „Human Clay“. Von diesem haben sie die drei Singles „What if“, „With arms wide open“ und „Higher“ ausgewählt, was nachvollziehbar ist und man nur unterstützen kann. Ob die vierte Nummer „Are you ready“ wirklich die richtige ist, wenn man bedenkt, wie viele andere Songs von interessanterem Charakter es auf „Human Clay“ gibt, darf allerdings bezweifelt werden.

Von ihrer letzten Scheibe „Weathered“ findet man die erste Single „My sacrifice, völlig berechtigt, da dies eine sehr schöne, träumerische und stimmungsvolle Nummer ist, das gleiche kann man auch von „Don't stop dancing“ behaupten, einer ruhigen, melancholischen Ballade, verziert mit einem Hoffungsschimmer. Der Titelsong „Weathered“ dagegen kann mit den beiden anderen nicht mithalten. „Bullets“ weicht vom typischen Creed-Stil ab und ist deutlich härter. Ein Stilbruch ist ja grundlegend nichts Schlechtes, doch trotz des aufgemotzen Gitarrensounds kommt bei dem Song nicht wirklich Stimmung auf. Im Großen und Ganzen ist die Auswahl der Songs aber nicht so übel.

Ein Vorteil beim Kauf dieses Albums ist sicherlich die beiliegende DVD, auf der sich einige sehr interessante Specials befinden. Es handelt sich dabei um die Musikvideos zu allen Singles, die in den acht Jahren erschienen sind, als auch drei Live-Videos zu „Torn“, „Higher“ und „Weathered“.

Anspieltipps:

  • One
  • Higher
  • My Sacrifice
  • What's this life for
  • With Arms Wide Open
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