Placebo - Once More With Feeling: The Singles - Cover
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Placebo Once More With Feeling: The Singles


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 67 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Fans sollten sich überlegen, ob die beiden eher unauffälligen neuen Songs den Kauf rechtfertigen.

Placebo ist eine dieser Bands, die sich hauptsächlich über die Stimme und das Aussehen des Sängers definieren. Während man sich bei anderen Gruppen hin und wieder wundert, welche gestandenen Mannsbilder sich hinter den zarten Stimmchen verbergen, entspricht Sänger Brian Molko voll und ganz dem androgynen Erwartungsbild. Molko ist wie seine Band nach nur vier Alben längst zur Kulterscheinung geworden, was wohl vor allem dem ´98er-Meisterwerk „Without you I’m nothing“ und dem Soundtrackbeitrag zum Film „Eiskalte Engel“ zu verdanken ist.

Zehn Jahre seit Bandgründung sind nun vergangen und Placebo bzw. deren Label bringt das erste „Best Of“-Album „Once More With Feeling: The Singles“ heraus, bei dem es sich um eine Zusammenstellung fast aller Singles handelt. Bis auf „Come home“ vom selbstbetitelten Erstlingswerk sind alle vertreten. Und da es sich nur um die Singles handelt, könnten dem ein oder anderen durchaus persönliche Highlights wie „My sweet prince“ fehlen. Bei „Without you I’m nothing“ handelt sich um eine mit David Bowie eingespielte Version des Liedes. Hinzu kommt mit „Protege moi“ eine abgewandelte Version von „Protect me from what I want“. Die beiden neuen Songs, „I do“ und die Single „Twenty years“ fügen sich nahtlos ins Klanggebilde ein, ohne negativ oder positiv aufzufallen, wobei dies auch der einzige Kritikpunkt an der Compilation ist. Fans sollten sich überlegen, ob die beiden eher unauffälligen neuen Songs den Kauf rechtfertigen. Im Zweifelsfalle kann man ja zum limitierten Doppelalbum von „Once More With Feeling: The Singles“ greifen, das eine Bonus-CD voller (mehr oder weniger gut gelungener) Remixe bereithält.

Leider geizt das stilvolle Booklet mit Infos. Abgesehen von der neuen Single, gibt es zu keinem der Songs Texte, was Interessierte, die die Band mit der „Best Of“-CD kennen lernen wollen, den Einstieg in die teils abgedrehte Placebo-Welt erschwert. Für Freunde sphärischer Klänge, die einen groben Überblick über das Gesamtwerk der Band wollen, ist das Album trotzdem empfehlenswert.

Anspieltipps:

  • Special needs
  • Pure morning
  • Teenage angst
  • Taste in men
  • Bruise pristine
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