D´Sound - Doublehearted - Cover
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D´Sound Doublehearted


  • Label: Kontent Records/EDEL
  • Laufzeit: 47 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

D’Sound, das sind Sängerin Simone, E-Bassist Jonny und Schlagzeuger Kim, ein Trio, welches sich 1993 in Oslo formierte und nun auch endlich mit „Doublehearted“ ihr erstes Album in Deutschland veröffentlicht. Nachdem sich Kim und Jonny am Bostoner Berklee College of Music, der Elite-Universität im Bereich Jazz und Pop, kennen gelernt hatten, kehrten beide in ihr Heimatland Norwegen zurück. Hier stellte man ihnen die in Freiburg geborene Simone vor. Als Sängerin und Komponistin, die ihre Stimme bereits dem A-ha-Hit „Velvet“ verlieh, blickte sie zum Zeitpunkt dieses Aufeinandertreffens auf jahrelange Banderfahrung zurück, die hervorragend mit der musikalischen Blutsbrüderschaft von Jonny und Kim harmonierte.

Schnell übertrug sich diese Harmonie auf ein immer breiter werdendes Publikum in Norwegen und führte das durch Mother Earth, Incognito und Brand New Heavies beeinflusste Trio 1996 zum Durchbruch. Kritiker lobten den Sound aus Acid-Jazz, Funk und Pop als bislang ungehört. Nachdem Polydor das Debütalbum namens „Spice Of Life“ auch in Japan veröffentlichte, avancierte man auch dort zu einem gefragten Act. Auftritte in England sowie Touren durch Dänemark und Schweden folgten. Als Vorgruppe des britischen Acts Roachford bewiesen D’Sound auch in Deutschland ihr musikalische Können. Nach kurzer kreativer Schaffenspause verwirklichte die Band ihre Liebe zum modernen amerikanischen R&B und tauschte den maßgebenden Einfluss des Vorgängers, Drum ’N’ Bass, auf ihrem dritten Album nun gegen Quellen wie Angie Stone, Jill Scott oder Erykah Badu ein.

Anfang September steht dann auch ihr viertes Album mit dem Namen „Doublehearted“ in den deutschen Musikläden. Bereits die ersten vier Titel machen durch ihre Eingängigkeit auf die außerordentlichen kompositorischen Fähigkeiten des Trios aufmerksam. Ein Effekt übrigens, der während der folgenden Songs nicht abreißt. Erfrischend, dass sich die erlernten Regeln in den Arrangements wieder finden, die dem Pop in den Siebziger und Achtziger Jahren die Eintönigkeit verboten. Simones Stimme, Songs und Hooklines gepaart mit der frischen Kraft von Jonnys Bassline und der komplett am Drum-Set inszenierten Beats von Kim machen den typischen Pop-Sound auf „Doublehearted“ aus und dieser macht auch in Deutschland ganz sicherlich von sich hören.

Anspieltipps:

  • I Just Can’t Wait
  • Doublehearted
  • Dancing Into The Moonlight
  • Do You Like It
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