Saga - Network - Cover
Große Ansicht

Saga Network


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 50 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Im Dunstkreis der progressiven Rockmusik schweben heutzutage eine Menge Bands umher. Eine darf jedoch, seit über 25 Jahren im Geschäft, nicht vergessen werden: Saga. 2004 erscheint mit „Network“ das X-te Werk der Band, das sich durchaus in die Reihe erstklassiger Prog-Rock-Alben einreinen kann. Wahrscheinlich beruht der Name des aktuellen Albums auf den Produktionsmethoden, die inzwischen Gang und Gebe sind. Denn, ich gehe mal davon aus, dass Michael Sadler immer noch an manchen Tagen im Saarland verweilt, im Studio werkelt und die restlichen Bandmitglieder via Internet mit Infos und Sounds beliefert. Doch sei’s drum. Saga geben ein Lebenszeichen von sich und wir nehmen es auf und lassen es fließen.

Für alle die, die den Namen Saga zum ersten Mal hören oder lesen, hier ein kleiner Rückblick: Alles begann im Jahre 1976. Eine handvoll Jungs schließen sich in Toronto (Kanada) zusammen und gründen die Formation Saga aus den Überresten der Band Flood – Jim Crichton (Bass), Ian Crichton (Gitarre), Michael Sadler (Gesang), Steve Negus (Schlagzeug) und Peter Rochon (Keyboards). Ein vielversprechender Beginn, wie sich spätestens 1981 mit „Worlds Apart“ und 1982 mit „In Transit - Live“ herausstellt. Progressiver Rock vom Feinsten, Gitarren- und Keyboards-lastiger Sound, der durch Michael Sadler am Mikrofon bestens ins rechte Licht gerückt wird. Gerade in Deutschland (kein Wunder, dass es Michael Sadler ins Saarland verschlägt), finden Saga den Fan-Rückhalt, den man im Business benötigt. Doch auch treue Fans stehen nicht immer neben einem, geht doch nach dem ´87er Werk „Wildest Dreams“ die Entwicklung der Band stetig rückwärts. Einige musikalische Versuche starten die Jungs aus Kanada zwar regelmäßig in LP-Form, dennoch steigert sich das Interesse der Fans an Saga erst wieder im Jahr 1999 mit der CD „Full Circle“ und 2001 mit „House Of Cards“.

Live waren Saga in all den Jahren immer eine Bank. Dank ihres Konzert-Repertoires, das sich mehr an den Hits orientiert und nur sporadisch Neues aus dem Sack lässt. Man kennt eben seine Fans. Trotz alledem, Saga schwimmen in besagten Jahren nur so gerade an der Oberfläche. Der Abgang von Steve Negus am Schlagzeug und Peter Rochon an den Keyboards unterstützt die Sache nicht im geringsten und hinterlässt Spuren. Manchmal einsam und verlassen, bastelt Michael Sadler und Band an neuen Kreationen, die den eingefleischten Fan trösten, aber nicht unbedingt überzeugen. 2004 starten nun die Mannen aus Kanada, mit aufgepepptem Elan, frisch und ins Alter gekommen wieder durch. Neu am Schlagzeug Christian Simpson und an den Keyboards Jim Gilmour.

Mit „Network“ ist die Band zurück im Zeitalter des Prog-Rock, wenn auch moderner und Overdub´ter als früher. „Network“ macht dennoch Spaß. Michael Sadler und Co. Stehen an ihren Instrumenten ihren Mann und liefern vertonte Geschichten des Lebens mit markanten Grooves und perfektem Zusammenspiel von Keyboards und Gitarren. Fast wie in alten Zeiten. Doch die Uhr lässt sich nun einmal zurück drehen. Dennoch kann sich „Network“ durchaus hören lassen und bereichert den heutigen Markt, des so arg verschrobenen Stils. Man kann also gespannt sein, was die Jungs auf ihrer anstehenden Europa-Tour auf die Bühne zaubern.

Anspieltipps:

  • I´m Back
  • On The Air
  • Outside Looking In
  • Don´t Make A Sound
  • Back Where We Started
Neue Kritiken im Genre „Prog-Rock“
7/10

Topographic Drama: Live Across America
  • 2017    
8/10

Reap The Storm
  • 2017    
Diskutiere über „Saga“
comments powered by Disqus