Deep Purple - 1990-1996 - Cover
Große Ansicht

1990-1996


  • Label: RCA/BMG
  • Laufzeit: 174 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf drei CDs - knappe drei Stunden lang - findet sich eine „Best Of“-Auswahl der jüngeren Vergangenheit.

Sie waren die Hardrock-Band der ersten Stunde und stehen noch heute an der Spitze des Rockgenres. Viele versuchten ihnen nachzueifern, doch die meisten konnten ihnen nie das Wasser reichen: Deep Purple. Die britische Formation gründete sich im Jahr 1968. Trotz diverser Umbesetzungen zeichnet sich die Band noch heute als musikalisch versiert und technisch perfekt aus. Hits wie „Speed King“, „Smoke On The Water“ und „Child In Time“ werden vom Vater oder sogar Opa an die heranwachsende Jugend weitervererbt. Deep Purple stehen eben für erstklassigen, zeitlosen Power-Rock.

Seit ihrer Gründung durchliefen eine Reihe von Musikern die Band. So waren einmal am Start: Rod Evans, Nick Simper, Ritchie Blackmore, Glenn Hughes, David Coverdale, Tommy Bolin und Joe Lynn Turner. Heute noch auf der Stage: Jon Lord (Keys), Ian Paice (Drums), Roger Glover (Bass), Ian Gillan (Vocals) und Steve Morse (Guitar) – der harte Kern seit nun schon fast 10 Jahren. Sicher hat Deep Purple, was das finanzielle und die Massen an Live-Publikum betrifft, schon bessere Zeiten erlebt. Jahre wie 1970 bis 1972 („In Rock“) kommen eben nicht mehr zurück. Dennoch präsentieren sich die Jungs regelmäßig auf den Bühnen dieser Welt in toller Spiellaune und kraftvoll wie einst. Gelernt ist eben gelernt. Und wenn man es nicht lassen kann, muss man eben weitermachen, bis jemand einen von der Bühne trägt. Sei’s drum. Deep Purple gehören zum Besten, was in dieser Kategorie jemals am Start war. Das war so, das ist noch immer so und wird auch in Zukunft so bleiben.

Deshalb nun etwas Neuzeitliches der einstigen Vorzeigerocker. „Deep Purple 1990 - 1996“. Auf drei CDs - knappe 3 Stunden lang - findet sich eine „Best Of“-Auswahl. Doch wie das Jahresdatum bereits vorgibt, stammen die Aufnahmen aus noch nicht so weiter Vergangenheit. Somit ist in den meisten Fällen Steve Morse bereits an der Gitarre aktiv. Dies bedeutet auch, das sich Songs jüngeren Datums, wie „A Touch Away“, „Ted The Mechanic“ oder „Somebody Stole My Guitar“ aus dem Jahre 1996, mit alt bekannten Gassenhauern mischen, die allerdings in aktueller Besetzung eingespielt wurden. Es fehlt dem eingefleischten Purple Fan sicherlich hier und da ein Ritchie Blackmore oder ein David Coverdale. Egal. Die Zeiten haben sich eben geändert. Hin oder Her, die Aufnahmen sind durch die Bank weg fett, kraftvoll und verströmen die bekannt, berüchtigte Power der einstigen Rocker. Besonders nett, Live-Aufnahmen der größten Hits der Band – „Child In Time“, „Smoke On The Water“, „Perfect Strangers“, „Highway Star“, „Speed King“ und “Anya”. Alles in allem eine gelungene Dreierkollektion, die man sich getrost in den CD-Schrank stellen kann.

Anspieltipps:

  • Speed King – Live
  • Rosa´s Cantina
  • Sometimes I Feel Like Screaming
  • Highway Star – Live
  • Child In Time – Live
  • Perfect Strangers – Live
  • Solitaire
  • Anya – Live
  • Smoke On The Water – Live
Dieser Artikel ging am um 10:26 Uhr online.
Neue Kritiken im Genre „Hardrock“
7/10


Houses Of The Holy (Deluxe Edition)

  • 2014    
7.5/10


Led Zeppelin IV (Deluxe Edition)

  • 2014    
7/10


Raise The Dead: Live From Wacken

  • 2014    
Diskutiere über „Deep Purple“
comments powered by Disqus

Einfach losschreiben!

X

Ergebnisse: