Headman - Dance Modern - Cover
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Headman Dance Modern


  • Label: Eskimo Recordings
  • Laufzeit: 70 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach Ivan Smagghe’s beeindruckender „Death Disco“ und Paradisco 3000’s Lektion in innovativem House-Chic auf „Chicago Boogie“, kommt nun Headman’s großartig eklektischer Mix vom äußeren Ende der Twilight World – „Dance Modern“. Robi Insinna ist DJ, Künstler und Produzent. Sein „Headman“ Projekt hat inzwischen fünf EP’s und das Album „It Rough“ veröffentlicht und dafür weltweiten Beifall erhalten. Sein Alter Ego „Manhead“ ist auf Robis eigenem Label „Relish“ und Trevor Jackson’s „Output“ aktiv.

Nach dem großen Erfolg des Albums spielte Robi in Paris, London, Berlin und New York und produzierte vielfältigste Remixes für Seelenluft, Coloursound, Trash Palace, Gina X, Panash, The Rapture, Radio 4, Yello oder Franz Ferdinand. Robis Projekte sind nicht zuletzt auch wegen ihrem Artwork interessant: jeder seiner Releases ist von ihm selbst designt. Robi ist als Künstler anerkannt: Ausstellungen in ganz Europa haben sich ihm bereits gewidmet. Streng limitierte Auflagen der Sweater und T-Shirts mit seinen Motiven und Prints sind in London und Paris erhältlich. In Zukunft ist also noch sehr viel mehr von seiner Kombination aus Musik und Artwork zu erwarten.

Headman geht auf „Dance Modern“ geschickt den Weg von alt zu neu und zeigt die Tiefe seiner musikalischen Geschichte aber auch seine ausgefeilten Mixing-Skills. Die Auswahl der Songs vereinigt die Post-Elektroclash Ära: neuere Tracks von Artists wie Alter Ego, Mylo, Le Dust Sucker und Rex The Dog kommen zusammen mit Band-basierten Sounds von Chromeo und Franz Ferdinand und werden durch Beiträge von Divine, Lene Lovich und den New Fast Automatic Daffodils auf beachtliche Weise ergänzt.

Leider kann das Set nicht konstant seine Qualität halten. Startet es recht hörenswert mit Songs wie „BIG“ von den New Fast Automatic Daffodils oder „Mice or Monster“ von Medium Medium, verliert es im Mittelteil stark an Abwechslung und Monotonie macht sich breit. Lediglich der schon mehrmals angesprochene Song bzw. Remix zu „Dark of The Matinee“ von Franz Ferdinand macht da eine Ausnahme. Jedoch so länger die Platte spielt um so besser werden die Tracks wieder und so sind die letzten drei Songs des Sets „Come Alive“ im Tiga Mix von The Devils, „Can U Trust Me“ im Yuksek Remix von The Film sowie „Lucky Number“ von Lene Lovich gleichzeitig die besten. Headman aka Robi Insinna präsentiert somit ein eher durchwachsendes Set, für alle Fans des Elekroclash bzw. des minimal Elektros sicherlich ein hörenswertes Werk, für alle anderen eher ein Wagnis.

Anspieltipps:

  • Dark Of The Matinee (Headman Rave Dub) – Franz Ferdinand
  • Come Alive (Tiga Mix) – The Devils
  • Can U Trust Me EP (Yuksek Remix) – The Film
  • Lucky Number – Lene Lovich
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