Terranova - Digital Tenderness - Cover
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Terranova Digital Tenderness


  • Label: Ministry Of Sound/EDEL
  • Laufzeit: 48 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Terranova: Verträumt schön oder künstlerisch überstrapaziert? Terranova, das sind Jayney Klimek, Xaver Naudascher, Shapemod und Fetisch. Mit „Digital Tenderness” veröffentlichen sie nunmehr Mitte September ihr viertes Album. Geboren in Berlin, verließ Fetisch sein zu Hause mit 16, um in New York und London zu leben. Den größten Teil seiner Jugend verbrachte er in Clubs. Bald schon war er vom DJ-ing gefesselt. 1994 kam er nach Berlin zurück und gründete Terranova. Nach Veröffentlichungen auf Compost und R&S Records zogen Terranova durch die Zusammenarbeit mit dem legendären Manuel Göttsching internationale Aufmerksamkeit auf sich.

In den folgenden Jahren feierte Terranova internationale Erfolge mit den auf K7 erschienenen Alben „DJ Kicks“, „Close The Door“, „Hitch-Hiking Non Stop“ und „Peace Is Tough“. Die Gast-Artists auf diesen Alben waren Tricky, Mike Ladd, Ariup (Slits), Cath Coffey (Stereo MC´S) und die Einstürzende Neubauten. Terranova produzierte Remixes für Fischerspooner, Grönemeyer, Jungle Brothers und Skunk Anansie, um nur einige zu nennen. Terranova ist Fetisch plus Special Guests. Jedes Album erzählt eine andere Geschichte. Jeder neue Autor fügt etwas zur energetischen und kreativen Dynamik Terranova’s hinzu. Auf diesem Album sind es Jayney Klimek, Xaver Naudascher und Shapemod. Das Konzept: Eine LP - möglichst klar, elektronisch, Song orientiert, aus einem Guss und: “for the Ladies”. 3 Mac PowerBooks, Supercollider, Memory Moog, Mikrophon und ein billiges Mischpult: Die „Werkzeuge“ des Albums. „Digital Tenderness” kann man beim Anziehen, Ausziehen, Vögeln, Rauchen, Trinken, Fahren und Bügeln möglichst laut hören“ – sagen Terranova selbst.

Fakt ist, das Album kommt eher sanft und ruhig daher. Melancholisch, gar düster verträumt. Nur selten lassen sich ein paar schnellere Beats blicken. Terranova bleiben ihrem Sound treu. Den Sound, für den sie von ihren Fans geliebt werden. Für Außenstehende wirkt er meist langweilig, gar künstlerisch überstrapaziert. Man muss sich also entscheiden zu welcher Seite man gehört.

Anspieltipps:

  • Das Plan
  • The Real Thing
  • Hidden Dreams
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