Dean Brown - Groove Warrior - Cover
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Dean Brown Groove Warrior


  • Label: ESC Records/ALIVE
  • Laufzeit: 63 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Einer der gefragtesten Studio- & Tour-Gitarristen ist mal wieder mit eigener Produktion am Start. Mit seinem zweiten Werk „Groove Warrior“ beschreitet Dean „The Guitar-Workeholik“ Brown soulige, Old School R&B Pfade, getränkt von unzähligen Einflüssen aus den Siebzigern. Dean Brown – ein Sideman par excellence – und dies für erstklassige Größen des Fusion und Jazz, wie Marcus Miller, Billy Cobham, den Brecker Brothers, Bill Evans, David Sanborn, Weather Report, Steps Ahead, Jason Miles, Bob James und vielen anderen.

Geboren als Sohn eines Offiziers (und Gentleman´s) und einer Jazz-Sängerin, wächst Dean Brown an verschiedenen Orten auf. In Frankreich zur Welt gekommen, geht es zuerst nach USA, dann später mit 10 Jahren nach Frankreich zurück und wieder in die USA. Ein hin und her. In dieser Zeit wird Dean von der Hippie-Bewegung der sechziger Jahre fasziniert. Sein Wunsch: Gitarre lernen. Gesagt getan. Später dann, Dean zieht es für drei Jahre nach Korea, verfolgt er seinen Traum und startet eine Karriere als Profi-Musiker. Ein Studium an der George Washington Universität und der Besuch der Meisterklasse am Berklee College Of Music schließen sich an. Unter anderem drückt er mit Mike Stern und Bill Frisell die Schulbank. Mike sollte für Dean den Weg ebnen, denn in seine Fußstapfen tritt Dean mehrmals. Mike verlässt eine Band, Dean füllt seinen leergewordenen Platz – so u. a. bei Tiger Okoshi, Billy Cobham und den Brecker Brothers.

Das Ziel ist erreicht – Dean Brown, ein bereits nach kurzer Zeit gefragter Mann in der Szene. Doch gefragt zu sein, bedeutet für Dean über die Jahre auch immer wieder einen Drahtseilakt. Hin und her, von Termin zu Termin. Spaß auf der einen, Stress aber auch auf der anderen Seite. Heute ist er meist mit Bill Evans, George Duke und Mentor Billy Cobham on Tour. Hier und da darf aber ein Ausflug zu anderen Stars nicht fehlen. 2001 geht Dean Brown erstmals eigene Wege. Seine erste Produktion „Here“ widmet sich musikalisch Erlebtem aus 20 Jahren. Ein wechselnder Stilmix der ankommt. Ihm zur Seite stehen dabei illustre Gäste und Freunde aus eben dieser vergangenen Zeit. 2004, drei Jahre On-Tour und vieles mehr sind ins Land gegangen. Für Dean Brown Grund genug, sich erneut einer eigenen Produktion zu widmen.

„Groove Warrior“ – die gute alte 70er Jahre Zeit ins Gedächtnis zurückgerufen. Schwungvoll, experimentell, Soul und Old School R&B der besten Art. Das dabei herausgekommende und betitelte Album „Groove Warrior“ ist der schlagende Beweis und zeigt, welch große Bedeutung Sly Stone, James Brown, The Parliament Funkadelics, Jimi Hendrix und Carlos Santana für Browns Musik haben. Aber auch eine Ecke Stelly Dan ist nicht zu überhören. It´s Funky! Das extravagante – Dean Brown agiert diesmal sogar als Singer/Songwriter – und dies durchaus kompetent. Sein Qualitäten als Sänger können sich mehr als hören lassen. Ein meisterliches Stück Pop-Handwerk z.B. der Song „To Be With You“ und „Forever“. „The Divining Tree“ hat eine gute Portion Jimi Hendrix im poetischen Teil. Eingeschworen und auf den Punkt agierend, die Truppe um Dean Brown – Bernard Wright (Keys), Booker King (Bass), Schuyler Deale (Bass), JuJu House (Drums) und Special Guest Marcus Miller (Bass) - wenn es um instrumentale Stücke geht. „In The Basement“, „Break Song“ oder „Piggly Wiggly“ schlagen mit aller Macht ein. Energetisch, treibend – ein exzellentes Zusammenspiel und blindes Verständnis. Ein weiterer Gast sei noch herauszuheben: Lalah Hatahway am Gesang. Sie drückt mit ihrer außergewöhnlichen Stimme den Songs „To Be With You“, „Forever“ und „Hunter“ ihren persönlichen Stemple auf. Mal R&B, mal afrikanische Einflüsse, mal Jazz mal einfach nur ein Vokales improvisieren – Ihre Stimme klingt wie ein Instrument.

Anspieltipps:

  • Break Song
  • To Be With You
  • The Divining Tree
  • In The Basement
  • Blues On The Blvd.
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