Capricorn - My Own Fairground - Cover
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Capricorn My Own Fairground


  • Label: Goldene Zeiten/ALIVE
  • Laufzeit: 55 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Da hat jemand ein ausgesprochen gutes Händchen für junge deutsche Talente in Sachen Rockmusik. Und dieser jemand ist niemand anderes als Ex-„Die Toten Hosen“-Drummer Wolfgang Rhode, der das Label Goldene Zeiten betreibt, das in den kommenden Monaten seine Signings auf die Öffentlichkeit loslässt. Als erste gehen die Trios P:lot aus Köln und Capricorn aus Willich an den Start. Während sich P:lot deutschsprachiger Rockmusik verschrieben haben, machen Gero von Werden (Vocals, Gitarre), Christian Dreher (Bass, Keyboards) und Florian Dreher (Drums) auf ihrem Album „My Own Fairground“ satten Emo-Core.

Capricorn musizieren seit Sommer 2000 zusammen. Im Frühjahr 2001 spielten sie ihr erstes, gleichnamiges Demo ein, das sich erstaunlich gut verkaufte und im Zuge diverser Live-Auftritte auch in die Hände von Wölli Rhode gelangte, der sich der Band annahm und einem A&R-Mann von der WEA weiterempfahl. Im Mai 2003 stellten Capricorn die „Silence As A Gift EP“ fertig, konnten aber keinen Anschlussdeal mit EastWest Records (WEA) bekommen. Inzwischen hatte Wölli sein eigenes Label Goldene Zeiten verwirklicht, auf dem nun das erste Album der Drei erscheint. Genau wie das P:lot-Debüt, wurde auch „My Own Fairground“ von Uwe Sabirowsky (Beatsteaks, Thumb, Keith Caputo) in den Kölner Minirock-Studios produziert.

Capricorn machen hoch dynamische Rockmusik, die man stilistisch der Emo-Ecke zuordnen kann. Mal poppig („Lonely planet Lisbon“), mal punkig („Sadness as an artform“), mal deprimierend („Construction kids“), mal euphorisch („Book of fairytales“, „Losing feathers“), schlagen die drei Jungmusiker eine breite Schneise durch die moderne Rockmusik im Fahrwasser von The Used, Get Up Kids, Muse und Jimmy Eat World. Und das sind ja nicht die schlechtesten Vorbilder. Sänger Gero von Werden legt zudem jede Menge Power und Gefühl in seine Stimme, die ein ums andere Mal an Robert Smith von The Cure, bzw. Bert McCracken von The Used erinnert. Liebe und Leid, Schönheit und Schmerz. Ausgedrückt durch wilde Brüllattacken und einfühlsame Gesangslinien. Das ist kurzweiliger Emo-Core, der sicher nicht zu jedermanns bevorzugten Klängen zählt, aber für Genre-Fans eine Entdeckung wert ist.

Anspieltipps:

  • Gas station
  • Magic potion
  • Reply to my love
  • Sadness as an artform
  • Between chapter one & two
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