Lutricia McNeal - Soulsister Ambassador - Cover
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Lutricia McNeal Soulsister Ambassador


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 43 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit ihrem neuen Album „Soulsister Ambassador“ will Lutricia McNeal beweisen, dass sie weitaus mehr zu bieten hat als ihre Dauerbrenner „Ain’t That Just The Way“ und „Stranded“. Nach 12 Songs bei 42 Minuten Laufzeit stellt sich dann aber die Frage: War das jetzt wirklich mehr?

Die in Oklahoma City als siebtes von neun Kindern geborene Lutricia kam früh mit der Gospelmusik in Berührung, da ihr Vater Priester ist. 1989, gerade volljährig, reiste sie nach Europa, genauer gesagt nach Schweden, wo sie Mitte der Neuziger ihr Debütalbum veröffentlichte. Der Durchbruch gelang ihr aber erst 1997 mit dem Song „Ain’t That Just The Way“, der nicht nur die europäischen Charts eroberte, sondern auch auf sämtlichen Radiosendern rotierte. Auch die Folgesingles „Stranded“, „Someone Loves You Honey“ und „The Greatest Love You’ll Ever Know“ sowie die die Alben „My Side Of Town“ und „Whatcha Been Doing” verkauften sich gut.

Der Titel ihres neuen Albums ist „Soulsister Ambassador”, welches einen Mix aus Soul, R&B und Pop beinhaltet. Zum großen Teil schrieb Lutricia die Songs selbst, welche in den USA, Schweden und Deutschland aufgenommen wurden. Die erste Singleauskopplung ist „Promise Me“, ein schöner, kraftvoller Lovesong, mit dem bereits die britische Popsängerin Beverley Craven 1991 einen UK-Top 3-Hit einheimsen konnte. Ein weiterer Coversong auf dem Album ist „California Dreaming“, im Original von The Mamas And Papas. Als Vorbilder gibt Lutricia Musikergrößen wie Aretha Franklin, Patti La Belle, Mary J. Blige oder Whitney Houston an, von denen sie selbst aber noch ein ganzes Stück entfernt zu sein scheint. „Soulsister Ambassador“ ist zwar ein gelungenes und recht abwechslungsreiches Album, auf dem sich tanzbare Stücke wie „Superstar“ oder „Shake Your Whatozee“ mit ruhigeren Songs wie „Lately“, „Gladiola“ oder „Tell Me Why“ abwechseln, eine echte Weiterentwicklung ist dagegen aber nicht zu hören.

Wer also schon eins der Vorgängeralben im heimischen Schrank stehen hat, oder sich für einen poplastigen Mix aus Soul und R&B begeistern kann, für den ist Lutricia McNeals neues Album genau das richtige. Für all diejenigen, die dann doch den reinen Soul und den heißen R&B bevorzugen, sollten eher auf andere Künstler und deren CDs zurückgreifen.

Anspieltipps:

  • Lately
  • Superstar
  • Promise Me
  • Shake Your Whatozee
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