Emmerhoff And The Melancholy Babies - Misty Trails - Cover
Große Ansicht

Emmerhoff And The Melancholy Babies Misty Trails


  • Label: Soulfood/SONY
  • Laufzeit: 57 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Natürlich ist es klischeehaft, aber trotzdem ein immer wieder gern genommener Aufhänger: Norwegische Künstler gelten bis auf wenige Ausnahmen als etwas seltsam und eigenbrötlerisch. Na gut, dasselbe sagt man auch von Finnen und Isländern. Aber sei’s drum. Irgendwie muss man ja eine Rezension eröffnen... Diesmal beglückt uns das frisch gegründete Label DevilDuck Records mit dem Deutschland-Debüt der norwegischen Indie-Country-Rocker Emmerhoff And The Melancholy Babies. „Misty Trails“ heißt das gute Stück und fasst die Karriere der Band mit einer Zusammenstellung ihrer besten Songs aus den Jahren 1999 bis 2003 zusammen.

Die Gruppe kam zusammen, als Mastermind Gunnar Emmerhoff für sein Solodebüt „The Joy Of Mourning“ (1996) ein paar Musiker suchte, die das Werk auf der Bühne umsetzten sollten. Dabei kristallisierte sich ein ganz besonderer Sound heraus, der entschiedene Parallelen zum intensiven Düster-Country von 16 Horsepower aufweist. Ein Glücksfall, den man nichts aufs Spiel setzten durfte. Seit 1998 besteht das Line-Up von Emmerhoff And The Melancholy Babies aus Gunnar Emmerhoff (Gitarre, Gesang), Inge Joakim Rypdal (Gitarre), Iver Sandoey (Drums), Arild Vikane (Gitarre) und Einride Torvik (Bass). Zusammen spielten sie die Alben „Viva Revenge” (1999), „Loosebox” (2002) und „This Darkness Lingers” (2003) ein.

Die aus Bergen, an der norwegischen Westküste stammenden Musiker legen mit dieser 13 Songs umfassenden Compilation einen beeindruckenden Einblick in ihre mitunter etwas verschroben wirkenden Klanglandschaften aus staubtrockenen Wüstensand-Balladen („Last man“), 60s-Sounds („Baby sinister“), Tex-Mex-Einflüssen („Viva revenge“), melancholischen Sonnenuntergangsromantiken mit scheppernden Drums und herrlich gniedelndem Banjo („This summer’s done“, „Dark horse“), Tom Waits Anleihen („Nowhere town“, „Weightless“), prächtigen Rock-’n’-Roll- („Mudswirl“) und Led-Zeppelin-Ausflügen („Monsoon“) vor.

„Misty Trails“ schert auf angenehme Weise aus dem alltäglichen Veröffentlichungswust aus und präsentiert melancholisch dunkle Melodien zwischen Madrugada und 16 Horsepower, denen man sich auf Dauer nicht entziehen kann. Stark!

Anspieltipps:

  • Last man
  • Misty trail
  • Dark horse
  • Skeleton walz
  • This summer’s done
  • Emmerhoff And The Melancholy Babies on Tour:

    • 01.12.2004 Bielefeld - Kamp
    • 03.12.2004 CH-Lausanne - Le Romandie
    • 04.12.2004 Stuttgart - Schocken
    • 05.12.2004 Düsseldorf - Zakk-Club
    • 06.12.2004 München - Formicula H39
    • 07.12.2004 Berlin - Magnet
    • 08.12.2004 Hamburg - Weltbühne
    • 09.12.2004 Heidelberg - Karlstorbahnhof
    • 10.12.2004 CH-Düdingen - Bad Bonn
    • 11.12.2004 Freiburg - Jos Fritz
Neue Kritiken im Genre „Rock“
5.5/10

Songs Of Experience
  • 2017    
Diskutiere über „Emmerhoff And The Melancholy Babies“
comments powered by Disqus