Coheed And Cambria - Good Apollo, I´m Burning Star IV, Vol. 1: From Fear Through The Eyes Of Madness - Cover
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Coheed And Cambria Good Apollo, I´m Burning Star IV, Vol. 1: From Fear Through The Eyes Of Madness


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 72 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Uff, da sind sie wieder, Coheed And Cambria, die New Yorker Emo-Prog-Rocker, die uns im Sommer letzten Jahres mit dem epischen Meisterwerk „In Keeping Secrets Of Silent Earth: 3“ vor Begeisterung von den Stühlen rissen. Wie angekündigt, wird die wahnwitzige Saga um Liebe, Aufopferung und Verrat mit dem Album „Good Apollo, I’m Burning Star IV, Vol. 1: From Fear Through The Eyes Of Madness“ fortgesetzt. Dabei handelt es sich um den insgesamt dritten von geplanten fünf Teilen.

Doch Obacht: Claudio Sanchez (Vocals, Gitarre), Michael Todd (Bass), Travis Stever (Gitarre) und Joshua Eppard (Drums) bringen die Alben nicht in chronologischer Reihenfolge heraus. Mit „The Second Stage Turbine Blade“ (2002) erschien zuerst der zweite Teil. „In Keeping Secrets Of Silent Earth: 3“ ist die Nummer drei und „Good Apollo, I’m Burning Star IV, Vol. 1“ Part vier. Danach werden Teil fünf und ganz zum Schluss der erste Teil der Saga erwartet. Schöne, verrückte Welt...

Das neue Werk wurde in den Applehead Studios vor den Toren New Yorks, in Woodstock aufgenommen. Als Produzenten wurden Michael Birnbaum (Lost Tribe, The Sleeping, Weerd Science) und Chris Bittner (Melodrome, Lost Tribe, Me’Shell NdegéOcello) geholt. Abgemischt wurde von David Bottrill (Tool, Peter Gabriel, Staind) und Andy Wallace (System Of A Down, At The Drive-In, Velvet Revolver). Dabei haben die Jungs um Heliumstimme Claudio Sanchez geklotzt und nicht gekleckert. 15 Tracks (davon vier zum Epos „The willing well“ zusammengefasst), verteilt auf 72 Minuten, wurden in den vergangenen Monaten eingespielt. Und zwar für ein Album und nicht wie bei den Kollegen von System Of A Down für zwei separate CDs, „um die Hörer nicht zu überfordern“. Das ist nämlich ausgemachter Blödsinn und Fan-Verarschung.

Mit dem vorliegenden Drittwerk hat der geneigte Hörer wieder einen echten Brocken in der Hand, den es langsam zu entdecken gilt. Eröffnet von sphärischen Streicher- und Klavierklängen, wird schnell eine direkte Verbindung zum Vorgänger hergestellt. Wie von selbst nimmt man den Faden des großartigen „In Keeping Secrets Of Silent Earth: 3“ auf und taucht ein in die Welt von Coheed And Cambria. Dabei lässt es die Band anfänglich sehr gemächlich und verspielt angehen („Always and never“), ehe mit „Welcome home“ das Prog-Gewitter startet.

C&C kombinieren in bewährter Manier schlanke Rocksongs, wunderschöne Balladen und ausufernde Kompositionen, in denen sich massenhaft Details und Melodien verstecken. Diese sind zwar ab und an bei berühmten Vorbildern wie Led Zeppelin abgeschaut, doch sei’s drum. Das Endergebnis zählt. Dennoch wollen nicht alle Stücke auf dieselbe Weise zünden, wie noch auf „In Keeping Secrets Of Silent Earth: 3“. Dazu ist das Sensationselement einfach nicht mehr vorhanden und das Songwriting auch nicht mehr ganz so überragend. Trotzdem sticht „Good Apollo, I’m Burning Star IV, Vol. 1“ auf eine angenehme Art aus der Masse hervor. Der Hörer muss sich mit dem Album beschäftigen, wenn er sämtliche Facetten erkenn will. Allein das gilt als Auszeichnung in Zeiten von Fast-Food-Musik aus der Konserve.

Anspieltipps:

  • Wake up
  • The suffering
  • Mother may I
  • Welcome home
  • Crossing the frame
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