Stigma - Ewig Im Moment - Cover
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Stigma Ewig Im Moment


  • Label: Goldene Zeiten/ALIVE
  • Laufzeit: 55 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Kaum sind die ersten Veröffentlichungen aus dem Hause ‘Goldene Zeiten’ auf dem Markt, gibt es bereits Nachschub. Das Label von Ex-Hosen-Drummer Wolfgang „Wölli“ Rhode schickt nun das Düsseldorfer Quartett Stigma ins Rennen. Stigma ordnen sich selber in den Bereich Alternative Rock ein, der zwischen poppigen Rockhymnen und fetten Hardrock-Nummern kreist. Doch Obacht, Stigma teilen sich in ihrer Muttersprache mit! Pendelte das in Eigenregie unters Volk gebrachte Debütalbum „Debut“ (2003) noch zwischen englischer und deutscher Sprache, ist das Zweitwerk „Ewig Im Moment“ jetzt komplett auf Deutsch eingesungen worden. Damit stehen die Zeichen voll auf Angriff, denn Band und Label wollen in die erste Liga des Musikzirkus.

„Ewig Im Moment“ wurde von Marcus Modwozinski (Vocals), Srdjan „Gigi“ Mrdjanov (Gitarre), Tim Schulte (Bass) und Sven Hansen (Drums) im Spacelab Studio in Oedt mit den Produzenten Oliver Philipps und Christian Moschus eingespielt. Gemastert wurden die 14 Tracks in Jon Cafferys Monoposto Studios in Düsseldorf. Kurz zusammengefasst klingen die Stigma-Songs wie eine härtete Ausgabe von Selig (Texte) und Laith Al Deen (Stimme) meets Staind oder 3 Doors Down (Sound). Also gewissermaßen Nu-Rock auf Deutsch. Wenn das mal gut geht. Schließlich ist diese Rock-Gattung ganz deutlich auf dem absteigenden Ast. Aber diese Band weiß was sie tut. Die 1997 gegründete Formation hat in den letzten Jahren jede Menge Live-Erfahrung gesammelt und stand neben diversen Top-Sellern der Branche auf der Bühne. Dabei entwickelten Stigma die anfänglich etwas eigenartig anmutende Kombination aus Post-Grunge/Nu-Rock mit deutschen Texten. Doch hat man sich erst mal daran gewöhnt, entfaltet der Stil der Düsseldorfer einen nicht zu unterschätzenden Reiz.

Die vier Burschen haben ein gutes Händchen für eingängige Melodien und zupackende Riffs. Die Rhythmussektion geht wuchtig zu Werke und Marcus Modwozinski erweist sich als charismatischer Sänger, der die interessanten Texte, die sich hauptsächlich mit dem Zwischenmenschlichen beschäftigen, gefühlvoll rüberbringt. Dass er dabei ein ums andere Mal an den Pop-Crooner Laith Al Deen erinnert – geschenkt! „Ewig Im Moment“ ist eine runde Sache, die mal aggressiv („Katharsis“, „Schmerz“) und groovebetont („Ewig Im Moment“, „Gib nicht auf“) abrockt und dann wieder in hitverdächtige Pop/Rock-Sphären vordringt („Alles nur Show“). Dazu kommt eine kleine Portion Grunge („Abschied“, „Schwarz auf Weiß“) und Psychedelica („Irrweg“) – fertig ist ein rundum geglücktes Rockalbum, dem man nur die besten Wünsche auf dem Weg in die erste Rockliga mitgeben kann. Auf geht’s!

Anspieltipps:

  • Irrweg
  • Abschied
  • Katharsis
  • Ewig im Moment
  • Gegen die Sturmfront
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