Guano Apes - Planet Of The Apes: The Best Of - Cover
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Guano Apes Planet Of The Apes: The Best Of


  • Label: Gun Records/BMG
  • Laufzeit: 75 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Band geht produktionstechnisch in den Ruhestand, während sich die Mitglieder auf ihre Solo-Projekte vorbereiten.

In den vergangenen Monaten brodelte es mächtig in der Gerüchteküche. Es hieß, die Guano Apes, eine der erfolgreichsten deutschen Rockbands, seien am Ende. Zwischen den Musikern hätte es Knatsch gegeben und die bevorstehenden Solo-Projekte würden ein übriges dazu beitragen, dass von den Göttingern so schnell kein Lebenszeichen zu erwarten sei. Jetzt gibt es ganz überraschend doch ein Lebenszeichen. Und zwar in Form der CD „Planet Of The Apes“, einem eilig zusammengestellten „Best Of“-Album, das drei nagelneue Bonustracks beinhaltet. Doch der Anlass dieser CD ist kein guter. Was lange vermutet wurde, erhält nun Bestätigung durch die Bandmitglieder. Mit dem Erscheinen dieser CD und einer für das nächste Jahr geplanten Doku-DVD ist die Zusammenarbeit der Guano Apes vorerst beendet.

Von ihren Fans wird sich die Band im Februar 2005 ausgiebig verabschieden, wenn sie letztmalig auf Deutschland Tournee geht. Deshalb kommt dieses „Best Of“-Album, das seinem Namen alle Ehre macht, genau zu rechten Zeit. Natürlich sind unter den 18 Tracks sämtliche Chart-Burner vom Schlage „Open your eyes”, „Big in Japan“, „You can´t stop me“ und „No speech“ vertreten. Aber auch die Albernheiten „Lords of the boards“, „Dödel up“ und „Kumby yo“ dürfen nicht fehlen. Auf der Balladenseite bekommt der Fan mit „Rain“, „Quitley“ und „Pretty in scarlett“ ebenfalls hörenswertes serviert. Tatsächlicher Kaufgrund sind aber die drei Bonus-Songs, von denen „Break the line“ ein Kracher im Stil von „Open your eyes“ bzw. „You can’t stop me“ ist, der sämtliche Qualitäten der Apes vereint. „Underwear“ kommt als radiotauglicher Rocker daher und „Stay“ ist eine unaufregende Ballade, die vermutlich noch irgendwo in der Schublade lag, weil sie qualitativ nicht wirklich mit den üblichen Guano-Apes-Balladen mithalten kann.

Tja, und das war’s nun? Die Band geht produktionstechnisch in den Ruhestand, während sich die Mitglieder auf ihre Solo-Projekte vorbereiten. Sorgen muss man sich um Sandra Nasic (Vocals), Dennis Poschwatta (Drums), Henning Rümenapp (Gitarre) und Stefan Ude (Bass) allerdings keine machen. Zum einen haben die Vier genug Geld verdient und sollten ihre Soloauftritte mal nicht beim Publikum ankommen, kann man sich ganz elegant mit einem neuen Guano-Apes-Album zurückmelden.

Anspieltipps:

  • No speech
  • Break the line
  • Pretty in scarlett
  • You can´t stop me
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