Brian McFadden - Irish Son - Cover
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Brian McFadden Irish Son


  • Label: Epic/SONY
  • Laufzeit: 42 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Es ist soweit! Ende November, pünktlich zu der Zeit, in der die Weihnachtsgeschenke eingekauft werden, erscheint Brian McFaddens erstes Soloalbum „Irish Son“. McFadden ist den jüngeren Musikfans als ehemaliges Mitglied der Popgruppe Westlife bekannt. Dieser überaus erfolgreichen Boygroup, mit über 30 Millionen verkauften Alben in nur vier Jahren, hat McFadden nun den Rücken gekehrt, um seine Solokarriere zu forcieren und mehr Zeit für Frau und Kinder zu haben. Bei erstem Anhören seines Solowerkes ist aber nichts Aufregendes zu erkennen, das diesen Schritt rechtfertigen könnte. Musikalisch erinnert das Album gar an Bryan Adams, sowohl vom gesanglichen Vermögen des Künstlers, als auch hinsichtlich der Struktur der einzelnen Stücke. Kein Wunder, mittlerweile ist ja auch Mr. Adams im Pop-Mainstream mit nur noch leichten Rock-Attitüden angekommen.

Bei der Arbeit an seinem Album erhielt McFadden Unterstützung von Paul Barry und Robbie Williams’ ehemaligem Hitschreiber Guy Chambers. Produziert wurde das Werk von Mark Taylor, Richard Flack und Guy Chambers. Die Texte der insgesamt elf Stücke basieren nach Aussage unseres Probanden auf realen Vorkommnissen, sodass wir hier ein Album mit biographischen Zügen erleben dürfen. So handelt der Schmusetitel „Be true to your woman“ davon, dass man es den Frauen nie recht machen kann, egal wie man sich anstrengt. Doch trotz der namhaften Unterstützung sind auf „Irish Son“ keine musikalischen Highlights zu erwarten, was nicht gleichbedeutend damit ist, dass die Scheibe richtig schlecht wäre. Das Album verfügt über handwerklich einwandfreie Musik, die von exzellenten Studiomusikern perfekt arrangiert, aber mittlerweile x-fach von allen möglichen Interpreten in allen Weltsprachen veröffentlicht wird. Somit kann lediglich von einer durchschnittlichen künstlerischen Leistung gesprochen werden. Zum Beispiel kommt der Titel „Walking disaster“ sehr rockig daher und ist der definitive Kracher des Albums. Das folgende „Walking into walls“ ist dann schon wieder weichgespült und ziemlich unaufregend.

Insgesamt erleben wir mit „Irish Son“ ein Album, das in der Menge der aktuellen Veröffentlichungen im oberen Drittel mitschwimmen dürfte, aber sicherlich kein herausragendes Werk, von dem man spricht, darstellt. Auch nach mehrmaligem Anhören können keine absolut herausragende Songs festgestellt werden. Eingefleischte Westlife-Fans werden sicherlich zur Vervollständigung ihrer Sammlung diese CD erstehen. Für den neutralen Musikliebhaber ist dies sicherlich kein Muss. Auch deshalb, weil der Titelsong „Irish son“ als Single ausgekoppelt wurde und die für das Hören zuständigen Hirnpartien bereits seit Tagen mit stündlicher Wiederholungen in Funk und Fernsehen traktiert.

Anspieltipps:

  • Real to me
  • He´s no hero
  • Pull myself away
  • Walking disaster
  • Sorry Love Daddy
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