Clutch - Blast Tyrant - Cover
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Clutch Blast Tyrant


  • Label: DRT Entertainment
  • Laufzeit: 55 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Clutch-Sound besticht durch eine Mischung aus Alternative bzw. Hardrock, Metal, Doom und Funk.

Nach drei Jahren Plattenpause, in der die Band mit den Deftones, System Of A Down, C.O.C. und den Spiritual Beggars auf Tour war, sind auch die Alternative Rocker von Clutch beim DRT Label untergekommen, das sich immer mehr als ideale Heimat für alle Majorlabel geschädigten Rock-Acts erweist. Mit ihrem sechsten Studioalbum „Blast Tyrant” melden sich Neil Fallon (Vocals, Gitarre), Dan Maines (Bass), Tim Sult (Gitarre) und Jean-Paul Gaster (Drums) nun auch in Europa zurück, nachdem das Werk in den USA bereits vor einem halben Jahr auf den Markt kam.

Der Clutch-Sound besticht durch eine Mischung aus Alternative bzw. Hardrock, Metal, Doom und Funk, die von der Band aus Germantown, Maryland seit ihrer Gründung im Jahr 1991 immer weiter perfektioniert wurde, sodass sich regelmäßig große Labels wie EastWest, Columbia oder Atlantic um die Veröffentlichung der Platten von Clutch bewarben. Leider hielten die Ehen mit den Majorlabels nie besonders lange – und das trotz sechsstelliger Verkaufszahlen pro Album. Schon komisch, wie mit einigen Bands umgesprungen wird. Bedenkt man nämlich, dass der ureigene Clutch-Sound nicht wirklich kommerzielles Potenzial besitzt, sind Verkäufe von rund 100.000 Einheiten pro Album durchaus anerkennenswert. Nun ja. Jetzt sind Clutch also bei DRT Entertainment gelandet, um ihr kultverdächtiges Rocksüppchen unters Volk zu bringen. Und das ist auch gut so!

Obwohl die stilistischen Zutaten dieselben geblieben sind (siehe oben), zergeht auch „Blast Tyrant“ wieder auf der Zunge des Rock-Gourmets. 15 abwechslungsreiche Songs haben die Mannen um Neil Fallon diesmal angerührt, die sich stilsicher zwischen progressivem 70er Jahre Rock und modernen Rhythmen bewegen. Es groovt („Army of Bono“), es rockt („Mercury”), die Siebzigerjahre Hammond Orgel spielt auf („Notes from the trial Of La Curandera”), instrumentale Psychedlica-Wolken krabbeln aus den Boxen („Wysiwyg“) und der Doom von Black Sabbath erlebt eine Wiedergeburt („Profits of doom“). Rockgeschichte kompakt nennt man dies wohl und eifert damit Jack Blacks „School Of Rock“ verdächtig nach. Alles in allem eine ganz feine Sache, die uns Clutch mit „Blast Tyrant“ da bieten – einem Album, bei dem jeder Rockfan auf seine Kosten kommen dürfte.

Anspieltipps:

  • Mercury
  • Wysiwyg
  • Subtle hustle
  • Army of Bono
  • Profits of doom
  • Spleen merchant
  • Promoter (of earthbound causes)
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